Spanien hat ihn auf den Geschmack gebracht
Ein Studien-Austauschprogramm führte den Feldkirchner Werner Kanduth vor 14 Jahren nach Barcelona. Heute organisiert er dort Events.

Foto © KK/PrivatDer ehemalige Feldkirchner Werner Kanduth wohnt in der Nähe eines Gemüsemarktes, wo er auch immer wieder gerne einkaufen geht
"Die Spanier haben keine Ahnung, wie man eine g'scheite Panier macht", sagt Werner Kanduth mit einem Schmunzeln. Ein Vorurteil? Keineswegs: Der gebürtige Feldkirchner lebt seit 14 Jahren in der katalonischen Hauptstadt Barcelona. Lange genug, um zu bemerken, dass er - trotz allem - seine Wurzeln nicht leugnen kann.
Erasmus-Austauschprogramm. In seinem Elternhaus in Feistritz bei Feldkirchen wuchs Kanduth auf, bevor er für ein Architekturstudium nach Graz zog. Kurz vor Abschluss seines Studiums fasste er schließlich den Entschluss, im Rahmen des Erasmus-Austauschprogramms neun Monate in Spanien zu verbringen. Neun Monate, die, so Kanduth, "viel zu schnell vorübergingen" und zu einer Verlängerung seines Aufenthalts durch ein Arbeitsstipendium führten. Nach Abschluss des Studiums in Graz setzte Kanduth sich sogleich wieder in den Flieger in Richtung Barcelona. "Ich hatte bereits viele soziale Kontakte aufgebaut und meine Freundin Arantxa kennen gelernt. Außerdem zieht die Stadt einen einfach in ihren Bann", so Kanduth.
Berge statt Strand. Der Architekt zog in eine Wohnung im Zentrum Barcelonas und begann eine selbstständige Arbeit als Organisator von Messen und Events. "Es macht für mich keinen Unterschied, ob es sich um ein Event oder ein Haus handelt. In beiden Fällen bedarf es eines planorientierten Schritt-für-Schritt-Vorgehens", so Kanduth über seinen Beruf. Seine Freizeit verbringt der 39-Jährige vorzugsweise auf Barcelonas Hausberg Montjuïc, weiters mit Bogenschießen, Schwimmen, Plattenauflegen oder Garteln. Auch Beachvolleyball findet sich auf seiner Hobbyliste - und das, obwohl er eigenen Angaben zufolge eigentlich "kein Strandmensch", sondern viel lieber im Wald und in den Bergen unterwegs sei.
Heimatverbundenheit. Kärntens Berge, Wälder und die herrliche Natur sind es auch, die bei ihm Heimweh auslösen. "Kärnten ist ein schöner Fleck, vor allem Feldkirchen, und Mamas Küche ist einfach die beste. In Spanien fehlt mir zwar nichts, aber die Heimatverbundenheit krieg ich nicht aus meinen Genen", so Kanduth.
Rückkehr wahrscheinlich. Aus diesem Grund spielt er auch seit einiger Zeit mit dem Gedanken, sich wieder ein Standbein in Österreich aufzubauen. Kanduth: "In meinem Geschäft gibt es ein paar schwache Monate. Momentan versuche ich, Kontakte zu knüpfen, um während dieser Monate zu Hause zu arbeiten. Sollte sich eine Tür öffnen, könnte ich mir auch eine längerfristige Rückkehr vorstellen."
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Ein Blick auf die bisher unvollendete "Sagrada Familia" bei NachtFoto © APA











