Tiroler Lebensmittelkette zieht es nach Kärnten
MPreis übernimmt acht Oberkärntner Adeg-Filialen von Rewe Austria. Die neuen Supermärkte der Traditionsmarke werden im Juni eröffnet.
Hierzulande ist sie bisher nahezu unbekannt, in Tirol ein angesehenes Familienunternehmen: die Lebensmittel-kette MPreis, die nun auch in den Kärntner Markt einsteigt. Möglich wird das Engagement von MPreis durch die europäische Wettbewerbsbehörde. Nach der mehrheitlichen Übernahme von Adeg durch Rewe Austria erlegte sie dem Branchenprimus auf, in "wettbewerbsrechtlich kritische Bezirke" Supermärkte wieder abzugeben. Und so wechseln jetzt die Adeg-Standorte Winklern, Fürnitz, Velden, Treffen, Villach, Feistritz und Feldkirchen den Besitzer. Die Ablösesumme verrät Firmenchef Peter Mölk nicht. Die rund 25 Mitarbeiter werden allesamt übernommen.
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Regionale Produkte.
MPreis wird die Geschäfte ab Mai umbauen und im Juni wieder aufsperren. Von dem für sein nachhaltiges Wirtschaften und seine modern designten Märkte vielfach ausgezeichneten Innsbrucker Unternehmen darf man sich niedrige Preise (Mengenaktionen, Diskont-Artikel), aber auch einen Schwerpunkt auf regionale Produkte erwarten. Rund 8000 Produkte sind gelistet. In den meisten seiner Märkte in Tirol und Südtirol betreibt MPreis Bistros. Gegründet wurde die Handelskette 1920 von Therese Mölk. Sie war nach dem Krieg die erste Händlerin, die Schweinefett auf den Markt brachte. Die Nachfahren expandierten stark: Heute betreibt MPreis 156 Filialen und ist der fünfgrößte Arbeitgeber in Tirol. Der Umsatz lag 2008 bei 500 Millionen Euro.
Weitere Expansion.
Die Zeichen stehen auf weitere Expansion, auch in Kärnten, in das MPreis allerdings schon vor mehr als zehn Jahren einen Fuß gesetzt hat: Mit der Filiale in Dellach im Drautal, die wegen ihrer Nähe zu Tirol aufgesperrt wurde.
Genehmigung.
Die Genehmigung ist mit der Auflage verbunden, in 28 politischen Bezirken die dort befindlichen Adeg-eigenen Regiebetriebe an einen unabhängigen Dritten abzugeben und in diesen Bezirken darüber hinaus Maßnahmen zu setzen, die den selbstständigen Adeg-Kaufleuten einen Wechsel zu einer anderen Großhandelsorganisation erleichtern. Für den Fall, dass es nicht zu einem hinreichenden Wechsel von Adeg-Kaufleuten kommt, hat Rewe Group Austria zugesagt, eigene Filialen im entsprechenden Umfang abzugeben.











