Der Kaiser, der Krapfenbäck, die Kaninchen
1809, vor genau 200 Jahren, fielen auch Teile des Bezirkes Feldkirchen unter französische Verwaltung. Wir begaben uns auf die Spuren von Napoleon Bonaparte rund um Feldkirchen.

Foto © KanatschnigSpurensuche rund um Feldkirchen
Im Bezirk sind sie unter anderem in Ebene Reichenau, Richtung St. Lorenzen oder in Steuerberg an der Goggausee Landesstraße zu finden. "Franconia-Austria" steht dort zu lesen. Grenzsteine als stille Zeitzeugen des Jahres 1809, das auch für Kärnten einen Wendepunkt darstellte. Oberkärnten - darunter Teile des Bezirkes Feldkirchen - fielen nach verlorenem Krieg unter französische Verwaltung.
Ausstellung im Landesmuseum. "Feldkirchen wurde zu einem Kanton, einem Verwaltungsbezirk der Illyrischen Provinz, mit Hauptstadt Laibach", sagt Martin Stermitz. Er ist der Kurator der Ausstellung "Karambolage - Kärnten und der Franzosenkaiser", die seit dieser Woche im Landesmuseum Klagenfurt zu sehen ist. Dort stößt man auch auf viele Spuren Napoleons im Raum Mittelkärnten. Ein Steckbrief, festgemacht an einem Baumstamm. Wer wird von den Franzosen gesucht? Der Krapfenbäck Simerl!
Endstation Wegscheide. Simon Kramer hieß er eigentlich. Zahlreiche Raubüberfälle im Mittelkärntner Raum gingen auf sein Konto. Der berühmt-berüchtigte Treffpunkt seiner Bande war der Wolschart-Wald bei St. Veit. Die Räuber scheuten auch nicht davor zurück, sich mit den Franzosen anzulegen. Das wurde dem Simerl schlussendlich zum Verhängnis. Die französische Verwaltung erhöhte die Auffindungsprämie. Kramer wurde bei einem Verhaftungsversuch auf der Wegscheide, in der Nähe von St. Urban, erschossen.










