Wäldern im Bezirk droht das große Krabbeln
"Kärntner Forstverein" befürchtet heuer auch im Bezirk starken Borkenkäferbefall. Bezirksforstinspektor sieht vorerst keinen Grund zur Panik.

Foto © APBorkenkäfer auf einer Rinde
Zu einer Tagung kam der "Kärntner Forstverein" in dieser Woche in der "Forstlichen Ausbildungsstätte" (FAST) Ossiach zusammen (Bericht links). Ein Thema waren dabei die Spätfolgen des Orkans "Paula" aus dem Vorjahr. Denn auch dem Bezirk, der vor allem in den Gemeinden Albeck, Steuerberg und Ebene Reichenau mit schweren Sturmschäden zu kämpfen hatte, könnte heuer ein starker Borkenkäferbefall drohen.
Grundbestand erhöht. "Es ist statistisch nachzuverfolgen, dass sich ein bis drei Jahre nach solchen Ereignissen der Grundbestand der Käfer erhöht", sagt Hans Zöscher vom Bundesforschungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft. 1993 und 2006/07 seien beispielsweise solche Jahre gewesen. Zöscher: "Die Käfer finden in den Wäldern mehr bruttaugliches Material vor." Ob es schlussendlich wirklich zu einer Schädlingsplage kommt, hängt von zwei Faktoren ab: Zum einen, wie gut die einzelnen Wälder aufgeräumt wurden, und zum anderen auch vom Wetter. "Wenn der Frühling sehr trocken ausfällt, kann es zu einer solchen Massenvermehrung kommen. Wenn es kühl ist, kommen wir vielleicht mit einem blauen Auge davon", so Zöscher.
Schneebrüche. Vor verfrühter Panikmache warnt hingegen Bezirksforstinspektor Günther Flaschberger. Er kann zwar nicht ausschließen, dass dieser Fall wirklich eintritt, beruft sich aber darauf, dass die Wälder im Bezirk nach "Paula" sehr gut aufgeräumt wurden. Eine Gefahr könnten hingegen die Schneebrüche darstellen, die in diesem Winter entstanden sind. Flaschberger: "Man muss vorsichtig sein und beobachten. Die Waldeigentümer sind ohnedies verpflichtet, befallene Bäume sofort zu entfernen."
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Der "Kärntner Forstverein" sieht auch die Wälder im Bezirk von einer Borkenkäferplage bedrohtFoto © AP
Der "Kärntner Forstverein" sieht auch die Wälder im Bezirk von einer Borkenkäferplage bedrohtGrafik © AP
Der Borkenkäfer
Gattung. Der Borkenkäfer gehört in die Klasse der Insekten, in die Ordnung der Käfer und zur Unterfamilie der Rüsselkäfer
Wirtspflanzen. Als solche dienen den Käfern überwiegend holzartige Gewächse, nur wenige sind an krautigen Pflanzen zu finden
Fortpflanzung. Zur Eiablage bohren sich die Tiere Gänge in die Rinde oder in das Holz. Von einem Männchen und zwei Weibchen können in einer Saison rund 200.000 Nachkommen entstehen
Arten. In Europa gibt es rund 150, weltweit zwischen 4000 und 5000 Arten. Zu diesen zählen beispielsweise der "Buchdrucker", der "Kupferstecher", der "Lindenborkenkäfer" oder der "Kleine borstige Nadelholzborkenkäfer" QUELLE: WWW.WIKIPEDIA.ORG












