Bezirk bekommt Krise zu spüren
AMS verzeichnet 18,8 Prozent mehr Arbeitslose als im Vorjahr. Vor allem Frächter sind betroffen.

Foto © SchusserDerzeit sind beim AMS rund 1500 Personen als arbeitslos gemeldet
Die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit 25 bis 30 Jahren konnte das Arbeitsmarktservice (AMS) Feldkirchen vor ungefähr einem Jahr vermelden. Jetzt, inmitten der Wirtschaftskrise, ist auch die Stimmung im Bezirk schon etwas gedämpfter. Auch wenn Heimo Lechner, stellvertretender AMS-Leiter, noch nicht von einer dramatischen Verschlechterung sprechen will.
Deutlicher Anstieg. Fakt ist, gegenüber dem Jänner des Vorjahres verzeichnet man heuer einen doch deutlichen Anstieg von 18,8 Prozent (225 Personen) bei der Arbeitslosenquote. Derzeit sind rund 1500 Personen im Bezirk Feldkirchen arbeitslos gemeldet. "Es ist aber schwer zu sagen, ob dies konjunkturell bedingt ist oder inwieweit auch die Wetterlage mit dem Schnee eine Rolle spielt", sagt Lechner. Derzeit sei man noch auf einem Niveau wie beispielsweise 2006.
Frächter leiden. Die Wirtschaftskrise und ihre Folgen für den Bezirk waren kürzlich auch Thema bei einem Treffen in der Wirtschaftskammer (WK) in Feldkirchen. Wie Lechner unterstreicht auch WK-Chef Gunter Duschlbaur den Vorteil, dass es im Bezirk vor allem klein- und mittelstrukturierte Betriebe gibt, welche nicht von Einzelaufträgen oder großen, internationalen Kunden abhängig sind. Dennoch: Vor allem Frächter leiden derzeit unter der Krise. Vier Güterbeförderungsunternehmen mussten bisher im Bezirk ihr Gewerbe vorübergehend ruhend stellen. Dass die Unternehmen in Zeiten wie diesen vorsichtiger mit Investitionen sind, will Heinz Strohmayer, Direktor der Volksbank Feldkirchen, erkennen. "Investitionen, die nicht unbedingt nötig sind, werden aufgeschoben", sagt Strohmayer. Kreditklemme gäbe es keine, aber: "Wer bei uns vor der Krise keinen Kredit bekommen hätte, bekommt auch jetzt keinen."
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Hintergrund
Anstieg. Jänner 2009: 18,8 Prozent (225 Personen) mehr Arbeitslose im Bezirk als Ende Jänner 2008
Arbeitslose. Derzeit sind rund 1500 Personen arbeitslos gemeldet; 2006: 1528, 1996 waren es aber schon etwa 1800










