Leuchtturm-Projekt für den Tourismus am See
Im Bleistätter Moor entsteht derzeit ein Beobachtungsturm. Weitere sollen folgen. Das Projekt soll die Naturarena ins Zentrum rücken und den Tourismus am Ossiacher See ankurbeln.

Foto © GraimannDerzeit ist der Beobachtungsturm noch in Bau, aber bereits im Frühling soll er Interessierten zur Verfügung stehen
Einen ausgezeichneten Überblick über das Bleistätter Moor und über den Ossiacher See soll künftig eine Aussichtsplattform, die derzeit am Beginn des Dammweges in Steindorf errichtet wird, bieten. Noch im Frühling sollen dort naturkundliche Beobachtungen möglich sein.
Einige Attraktionen. Auf Initiative von Steindorfs Bürgermeisterin Marialuise Mittermüller und dem "Marketing Feldkirchen" unter Erhard Blaßnig, wird der Turm am See errichtet. "In Zukunft soll diese Aussichtsplattform eine Möglichkeit bieten, die Besonderheiten der Naturarena zu beobachten. Vor allem Schulklassen sind eingeladen, vor Ort ihren naturkundlichen Unterricht abzuhalten", so Mittermüller. Profitieren sollen davon aber auch viele andere, besonders auch der Tourismus am Ossiacher See. "In Zukunft, sollen im Moor weitere Türme errichtet werden", sagt Mittermüller. Dies alles soll an einem Rundweg geschehen, der um die Flutungsbecken am See führt. Dieser zu Fuß und mit dem Rad benützbare Weg werde, so die Bürgermeisterin, auf seinen sechs Kilometern einige Attraktionen bieten. Infotafeln werden dabei auf die Besonderheiten im Moor und im Gewässer aufmerksam machen und ein Rhododendrongarten bei der Baumschule Teuffenbach soll Farbe ins Wandergeschehen bringen.
Büffel und Esel. Dieser Garten besteht zu einem Teil schon und wird in Zukunft noch weiter ausgebaut. Dass im Bleistätter Moor künftig Wasserbüffel ihre Heimat haben werden, ist eine weitere Idee, die laut der Bürgermeisterin umgesetzt werden soll. Als weitere tierische Attraktion sollen Riesenesel die Moorlandschaft beleben. Beide Tiergattungen sollen als Landschaftspfleger im Naturareal eingesetzt werden und die Verwucherung verhindern. Besonders profitieren werden laut Mittermüller auch Fischer von diesem Projekt, denn auf die Fortpflanzung der Fische im Flutungsbereich wird mit allen fachlichen Mitteln hingearbeitet werden.
Renaturierungs-Projekt. Dass jedoch das ganze Projekt in der geplanten Form umgesetzt werden kann, hängt noch von der Mitwirkung einzelner Grundeigentümer ab. "Notfalls müssen andere Möglichkeiten und Mittel gesucht werden, um das Renaturierungs-Projekt wie geplant umzusetzen", sagt der Bauherr Norbert Schwarz, Geschäftsführer des "Wasserverbandes Ossiacher See".
Features
Foto

Marialuise Mittermüller, Bürgermeisterin von SteindorfFoto © KK/BZÖ
Das Projekt
Der Turm: Derzeit entsteht im Bleistätter Moor eine Aussichtsplattform. Diese soll noch im Frühjahr begehbar sein. Unter anderem können diesen Turm ganze Schulklassen für Natur- Beobachtungen nutzen
Der Weg: In Zukunft, eventuell sogar noch heuer, sollen weitere Türme entstehen. Diese sollen entlang eines Weges entstehen, der um die Flutungsbecken entsteht
Die Tiere: Weiters ist im Bleistätter Moor die Ansiedelung von Wasserbüffeln und Rieseneseln geplant
Das Moor: Dieses war bis zur Trockenlegung 1930 rund 600 Hektar groß (siehe "Feldkirchen einst und jetzt" auf den folgenden Seiten)
Die Lage: Das Bleistätter Moor liegt zwischen dem Ossiacher See und Feldkirchen, südlich der Ossiacher See Straße (B94)
Die Flutung: Derzeit steckt man mitten im Projekt zur Flutung des Moores um die Wasserqualität im Ossiacher See wieder zu steigern
Der Naturschutz: Diese Flutung des Moores soll von Naturschutzmaßnahmen begleitet werden. Durch diese sollen zwischen 20 und 30 Tier- und Planzenarten wie beispielsweise der Storch, die gelbe Teichrose, die Wassernuss oder die Schwertlilie wieder im Bleistätter Moor heimisch werden











