Feldkirchner zahlen mehr Miete als die St. Veiter
Die Mieten steigen, ein großer Teil des Einkommens geht dafür drauf. Die Wohnkosten im Bezirk liegen im Mittelfeld - und sind somit um einiges höher als in St. Veit.

Foto © KLZWohnen in Feldkirchen ist teurer als im Nachbarbezirk St. Veit
Die Wohnkosten steigen stärker als das Einkommen, die Mieten werden immer höher. Am teuersten sind Genossenschaftswohnungen und private Mietwohnungen in Kärnten - laut Statistik der Arbeiterkammer - in Klagenfurt, am billigsten in St. Veit. Der Bezirk Feldkirchen rangiert bei den Kosten im Mittelfeld.
Im Bezirk Feldkirchen zahlt man für eine Genossenschaftswohnung im Schnitt 5,54 Euro pro Quadratmeter (inklusive Mietzins, Betriebskosten, Kosten für Heizung und Warmwasser sowie der Umsatzsteuer), für eine private Mietwohnung 6,83 Euro, je nach Alter des Gebäudes. Es gibt auch in Feldkirchen Menschen, für die eine Wohnung nur mehr schwer leistbar ist.
Laut Vizebürgermeister Herwig Seiser (SPÖ) gebe es daher zwei Möglichkeiten, diesem Problem entgegenzutreten. "Die Mietbeihilfe müsste um mindestens 100 Euro erhöht werden. Dies würde die Mieten bei Genossenschafts- und Privatwohnungen leistbarer machen. Und zweitens muss die gesamte Finanzierung der Wohnbauförderung umgestellt werden, damit günstiger gebaut werden kann. All diese Punkte haben wir bereits im Landtag gefordert", sagt Seiser.
Teure Privatvermieter. Die jeweiligen Gemeinden haben gegen die "teuren" Privatvermieter kaum einen Handhabe. "Hohe Mieten im privaten Bereich können wir als Gemeinde schwer beeinflussen. Bei Genossenschaftswohnungen gibt es strenge Regeln, die Betreiber können daher nicht verlangen, was sie wollen. Spätestens wenn die Wohnungen lange leer stehen, und es sich keiner mehr leisten kann, müssen die Mieten gesenkt werden", sagt Sozialreferent Martin Treffner (ÖVP).
Kostenfaktor Heizung. "Man muss zuerst schauen, wie sich die Mietkosten zusammensetzen und dann, ob es Einsparungspotential gibt, beispielsweise bei der Art der Heizung", sagt Vizebürgermeister Robert Schurian (BZÖ). In Feldkirchen seien viele Genossenschaftswohnungen mit Elektroheizung ausgestattet. Rund 1050 Genossenschaftswohnungen und 700 Privatunterkünfte gibt es momentan in der Stadt Feldkirchen. 500 Personen sind laut Treffner derzeit als wohnungssuchend registriert, davon bräuchten 200 dringend eine neue Bleibe.
Teures Pflaster. Am teuersten sind die Unterkünfte derzeit in Klagenfurt mit 6,04 (Genossenschaft) beziehungsweise 8,11 Euro (privat) pro Quadratmeter, gefolgt von Villach, wo man für Genossenschafts- 5,77 und für private Mietwohnungen 7,62 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Am günstigsten werden Unterkünfte im Bezirk St. Veit angeboten - 5,14 beziehungsweise 5,22 Euro zahlt man dort pro Quadratmeter fürs Wohnen.










