Gold & Silber in 90 Minuten
Dieses Kunststück gelang Andreas Rapatz am Samstag bei den österreichischen Leichtathletikmeisterschaften. Drei Titel für Kärnten.

Foto © GEPAAndreas Rapatz
Zuerst holte sich der Schützling von Stephanie Graf am Samstag in Kapfenberg den Sieg über 800 m. Das ist die Spezialdisziplin des jungen Völkermarkters, der von der ehemaligen Weltklasse-Mittelstrecklerin trainiert wird. Die Zeit (1:51,85 Minuten) war nebensächlich - was zählte, war der Titel. 90 Minuten später ging Rapatz erneut ins Rennen und wurde über 400 m Zweiter in 49 Sekunden. Die Stadionrunde bevorzugt Bettina Germann.
Fixe Größe. Die KLC-Läuferin, seit Jahren in Österreich eine fixe Größe in diesem Bewerb, wurde über 400 m ihrer Favoritenrolle gerecht. In 54,87 Sekunden holte sich die 31-Jährige souverän den Meistertitel. Der wievielte war es in ihrer Karriere? "Der 14.", kam es wie aus der Pistole geschossen, "ich bin ja auch nicht mehr de Jüngste", lachte Germann. Im Kugelstoßen hatte die Konkurrenz von Martin Gratzer nichts zu lachen. Der Feldkirchner verteidigte seinen Meistertitel, gewann mit 17,90 Meten.
Schwach. Das Niveau der Titelkämpfe war nicht gerade hoch, um nicht zu sagen, schwach. Zur Entschuldigung sei festgehalten, dass die Sprinter gegen den Gegenwind zu kämpfen hatten. Keiner erreichte das anvisierte Olympia-Limit, auch Hindernisläufer Martin Pröll nicht. Besser schaut es hingegen bei Zehnkämpfer Martin Schwarzl aus. Der Kärntner hält zur Halbzeit in Stara Boleslav (Tschechien) bei 3.973 Punkten. Die Olympianorm für Peking: 7.950 Zähler.
















