Kärntens größte Hoteliers
Die Falkensteiner Michaeler Tourismus Group übernahm den Bleibergerhof und hat in Kärnten nun 1500 Hotelbetten.
Vergnügt genoss Erich Falkensteiner das Euro-Treiben beim Empfang von Landeshauptmann Jörg Haider im Festzelt des Deutschen Fußballbundes am Wörthersee. "Am Wichtigsten ist, dass die Euro nachhaltig für den Kärntner Tourismus genutzt wird", sagte der Chef der Südtiroler Falkensteiner Michaeler Tourismus Group und wartete selbst mit einem Paradebeispiel auf: Über 40 Top-Manager des TUI-Konzerns hatten sich im Tröpolacher Hotel Carinzia, das die Falkensteiner gerade von der Hypo übernommen hatten, einquartiert, um in Kärnten die Euro zu genießen und ihre künftigen Konzernstrategien zu beraten. "Natürlich zeigen wir denen, was Kärnten zu bieten hat", betonte Falkensteiner.
Luxus-Wellness-Pleite. Zum Beispiel auch ein Luxus-Wellnesshotel, das im Zuge seiner Errichtung mit fahrlässigen Kostenüberschreitungen in eine spektakuläre Pleite geschlittert ist: der Bleibergerhof. Doch nach zäh errungenem Ausgleich sollte dem Hotel mit 21 Suiten und 78 Designerzimmer eine erfolgreiche Zukunft bevorstehen. "Der Ausgleich ist durch. Wir haben das Hotel als Betreiber übernommen", verriet Falkensteiner seinen jüngsten Handstreich in Kärnten. Damit sind Erich Falkensteiner, sein Bruder Andreas Falkensteiner und Otmar Michaeler, die gemeinsam die Südtiroler Hotelgruppe besitzen und managen, die mit Abstand größten Hoteliers in Kärnten. Denn neben dem Bleibergerhof und dem Carinzia gehören auch noch das Hotel Cristallo und der Club Funimation auf dem Katschberg zum Kärntner Imperium der Südtiroler. Ferner als Pachtbetrieb auch noch das Hotel Urbani am Ossiacher See.
Millioneninvestment. "Unsere Gruppe umfasst jetzt in Kärnten fünf Hotels mit 400 Mitarbeitern und 1500 Betten", listet CEO Erich Falkensteiner auf und rechnet den hohen Einsatz vor: "Wir haben in Kärnten 150 Millionen Euro investiert. Wir fühlen uns hier wohl und schätzen auch, dass man uns anerkennt." Und man will weiter wachsen. "Wir planen noch vier bis fünf Hotels, etwa am Wörthersee und auf dem Nassfeld." Thematisch werden die Betriebe abgegrenzt: Der Bleibergerhof als Wellness- und Gesundheitshotel mit Thermalwasser, das Carinzia als Sport- und Seminarhotel, die Katschberger Betriebe und das Urbani als Familien- und Kinderhotels. Auf dem Bleibergerhof solle jedenfalls von der Insolvenz "kein Schatten bleiben". Weil Land und KWF den Handwerksbetrieben halfen, "kamen alle mit blauem Auge davon".












