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Zuletzt aktualisiert: 27.04.2008 um 18:20 Uhr

Gesetzeshüter im Revier

Bernhard Wadl ist Landesobmann des Kärntner Jagdaufseherverbandes, der jetzt sein 35-Jahr-Jubiläum feierte. Der Verein hat 1850 Mitglieder.

Führt den Jagdaufseherverband seit 17 Jahren an: Bernhard Wadl mit Birkhahn, dem Wappentier des Verbandes

Foto © KoscherFührt den Jagdaufseherverband seit 17 Jahren an: Bernhard Wadl mit Birkhahn, dem Wappentier des Verbandes

Wer die strenge Prüfung besteht, darf sich zu den Kärntner Jagdaufsehern zählen: Diese müssen - so will es das Gesetz - in den Jagdrevieren überwachen, ob das Jagdgesetz eingehalten und ob die Jagd waidgerecht ausgeübt wird. Von den 2100 Jagdschutzorganen in Kärnten gehören rund 1850 als Mitglieder einer Interessensgemeinschaft an, die jetzt im Lesachtal ihr 35-Jahr-Jubiläum gefeiert hat: Dem Kärntner Jagdaufseherverband, dem seit nunmehr 17 Jahren Bernhard Wadl als Landesobmann vorsteht. "Im Jahr 1973 hat unser bereits verstorbener Ehrenobmann Ignaz Gütensfelder den Verband gemeinsam mit einer Handvoll Idealisten gegründet", erzählt der 46-jährige Feldkirchener Wadl, der als Polizist in seiner Heimatstadt stationiert ist. "Drei Gründungsmitglieder des Verbandes - Max Fischer sowie Reinhold und Eduard Mirnig - leben noch." Rechtliche Absicherung der Mitglieder, Verbesserung der Ausbildung waren einige Ziele des Verbandes, der als Verein innerhalb der Kärntner Jägerschaft angesiedelt ist.

"Alle Schichten vertreten". Vom Arbeiter bis zum Akademiker, vom Landwirt bis zum Eisenbahner - bei den Jagdaufsehern sind "alle gesellschaftlichen Schichten vertreten", weiß Wadl. Pro Jahr treten zwischen 40 und 50 Kandidaten zur Prüfung an. Hauptberufliche Jagdaufsichtsorgane sind vom Gesetz für Reviere ab einer Größe von 3000 Hektar vorgeschrieben. Wer in kleineren Revieren die Aufsicht macht, tut dies ehrenamtlich und darf als Lohn dafür jagen.

Gegen Mähtod. Illegale Kirrfütterungen im Revier oder umherstreunende Hunde sind häufige Gesetzesübertretungen, mit denen Jagdaufseher konfrontiert sind und die sie der Behörde melden müssen. Sie sind aber auch im Einsatz, wenn es gilt Wildwarnreflektoren an Straßen zu montieren, Maßnahmen gegen den Mähtod von Jungtieren zu setzen oder Freizeit-Sportler darauf aufmerksam zu machen, dass auch Wildtiere ihren Lebensraum brauchen. "Unser Bestreben ist es, mit viel Fingerspitzengefühl und Aufklärung vorzugehen", betont Wadl, der zwei erwachsene Söhne hat und mit Aufsichtsjägerin Marianne Mirnig in glücklicher Gemeinschaft lebt.

REGINA ROTHAUER

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