Erfolgreiches werben um russische Schatzkammer
Große Kärntner Unternehmerdelegation und Landeshauptmann Haider suchen in Russland Partner und Investoren.
Der Kärntner Bauriese Strabag hat es vorgezeigt. Jekatarinburg, Millionenstadt und bedeutende Industrie- und Finanzmetropole im Ural, wird Kärntens wichtigster Partner und Türöffner für Kärntner Unternehmer in den boomenden russischen Markt.
Kärntner Firmen.
Als Volltreffer erweist sich jetzt schon die Reise nach Jekatarinburg. Rund 30 Kärntner Unternehmer sind seit Montag in der Hauptstadt der Region Swerdlowsk und versuchen in Russland Fuß zu fassen. Darunter die Glanegger Hirsch Servo AG, Konrad Forsttechnik aus Preitenegg, Interelektrik aus Villach oder die Medizintechnikfirma CLST aus Poggersdorf.
Delegation.
"Für unsere Unternehmen gibt es hier viel zu tun", freut sich Delegationsorganisatorin Sabrina Schütz-Oberländer von der Entwicklungsagentur Kärnten. Jekatarinburg gleicht einer Baustelle, alleine vom Flughafen in das Stadtzentrum waren rund 100 Baustellenkräne zu erblicken. Von diesem Boom sollen jetzt speziell Kärntner Unternehmen profitieren. "Wir eröffnen demnächst ein Büro hier", so Guntram Ottowitz und Kuno Waidmann von Hirsch, "wir wollen damit unsere Chance auf ein Siedlungsprojekt für 80.000 Menschen absichern. Ein weiteres interessantes Projekt ist in Vorbereitung."
Herzlich willkommen.
Nach der Teilnahme der Region Swerdlowsk, sie wird aufgrund der reichen Öl-, Gas-, Gold- und Platinvorkommen als Schatzkammer Russlands bezeichnet, am letztjährigen Osteuropaforum in Velden, folgte nun der offizielle Kärntner Gegenbesuch unter Führung von Landeshauptmann Jörg Haider. "Wir wurden sehr herzlich, wie Freunde empfangen und gehen auch als Freunde" sagt Haider. Das Land schloss auf mehreren Ebenen Kooperationsverträge ab, darunter Wirtschaft, Technik, Bildung, Kultur und Tourismus.
"Schönheit Kärntens". "Wir erwarten uns viel von Kärnten", erklärte begeistert Ministerpräsident Viktor Koksharov, "besonders Know-how in den Bereichen Elektrotechnik, Baustoffe oder Tourismusentwicklung. Wir sind von der Schönheit Kärntens und der Qualität seiner Unternehmen fasziniert." Ein weiterer Swerdlowsker Besuch in Kärnten ist bereits geplant, vielleicht schon im September beim nächsten Osteuropaforum in Velden, wo Russland ein Schwerpunkt sein wird. Viele direkte Firmengespräche für Exporteure führte Meinrad Höfferer, Leiter der Außenwirtschaft der Wirtschaftskammer Kärnten. "Diese Region hat enormes Exportpotential für Kärntner Unternehmer. Die nächsten Gespräche, sowohl in Jekatarinburg als auch in Kärnten, sind bereits vereinbart." Unterzeichnet wurde hingegen bereits die Niederlassung des Villacher Mineralverarbeitungsbetriebes Omya in Jekatarinburg.











