KärntenWenn Laptop und Co. zur Falle werden

Gleich mehrere Brände wegen technischer Defekte gab es in den vergangenen Wochen in Kärnten. Worauf man achten sollte.

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Sujetfoto © KLZ/Koscher
 

Vom Kabelbrand bis hin zum technischen Gebrechen – immer wieder kommt es in Kärnten zu Bränden, die elektrischen Geräten verschuldet sind. Besonders tragisch war ein Feuer, zu dem es Mitte Jänner in Völkermarkt gekommen ist. Wegen eines Defekts fing ein elektrisches Bett Feuer. Ein 66-jähriger Mann kam ums Leben. Was zum Defekt führte, ist noch Gegenstand von Ermittlungen. Das Gutachten des Brandsachverständigen ist noch ausständig.

Nur wenige sind sich aber bewusst, dass auch Laptop, Handy und Co. zur Feuerfalle werden können.

Peter Anderwald beschäftigt sich beinahe täglich mit der Thematik. Der Villacher ist gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Brandschutz. „Das Problem ist, dass es heutzutage in jedem Raum etliche Steckdosen gibt. Bei einer ist der Fernseher angeschlossen, bei der anderen die Konsole, bei der nächsten das Licht“, sagt Anderwald. „Das sind alles potenzielle Gefahren.“ Ebenso wie die Tatsache, dass heutzutage bei fast allen Geräten Akkus eingebaut sind. Wird der Akku beschädigt, so kann er beim Laden überhitzen und es kommt zu einem Brand. „Zum Beispiel hatten wir einmal einen Fall, bei dem ein Kind sein Modellauto geladen hat. Dabei löste der Akku ein Feuer aus“, sagt Anderwald. „Die gesamte Wohnung brannte aus.“

Originalersatzteile

Auch Nachbau– oder Reparaturgeräte, die nicht mit Originalersatzteilen versehen worden sind, gelten als häufige Ursachen für Brände. Deshalb rät Anderwald: „Immer Originalteile nachkaufen und keine billigen Nachahmungen.“

Und auch sonst gibt es einige Dinge, die man beachten sollte. Geräte sollten nicht über Nacht und nur unter Aufsicht geladen werden. Auch der Ort ist entscheidend: „Viele Leute laden ihren Laptop auf der Couch. Doch so ein Sofa ist leicht entzündbar.“

Weiters gilt: Niemals Mehrfachstecker in weitere Mehrfachstecker schließen. Dadurch kann das Stromnetz überlastet werden. Die elektrische Anlage soll mindestens alle sechs Jahre überprüft werden. Anderwald: „Und ein Mal im Monat sollte man den Fehlerstromschutzschalter auslösen, um zu schauen, ob er noch funktioniert.“

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