Gericht

Bauchstich mit Stanleymesser wegen Ärger um Zigarette

62-jähriger Kärntner war geständig. Er wurde am Landesgericht Klagenfurt zu einem Jahr Haft verurteilt, zehn Monate davon wurden bedingt nachgsehen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Landesgericht Klagenfurt
© Kleine Zeitung Helmuth Weichselb
 

Ein 62-jähriger Kärntner ist am Mittwoch am Landesgericht Klagenfurt zu zwölf Monaten Haft, davon zehn bedingt, verurteilt worden. Der Mann hatte vor einem Jahr einem Kontrahenten mit einem Stanleymesser in den Bauch gestochen. Der Mann nahm das Urteil an, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab, das Urteil ist also nicht rechtskräftig.

Abreibung verpassen

Der Angeklagte gab vor Gericht an, dass ihn sein Opfer um eine Zigarette gefragt habe. Weil er ihm keine gegeben habe, sei er dann von dem Mann zu Boden gestoßen worden. "Da wollte ich ihm eine Abreibung verpassen, damit er mich in Ruhe lässt", sagte der 62-Jährige. Also sei er aufgestanden, habe das Messer gezückt und dem Mann einen Bauchstich versetzt.

"Wissen Sie, was man mit einem solchen Stanleymesser anrichten kann?", fragte Richter Gerhard Pöllinger. "Ja, das schon, aber ich hab ja eh aufgepasst", antwortete der Pensionist.

In seiner Urteilsbegründung führte Pöllinger das Geständnis des Mannes, die Provokation durch das Opfer und eine eingeschränkte Dispositionsfähigkeit als mildernd an. Ansonsten sah er eine "Übereinstimmung mit dem Strafantrag" gegeben, der auf absichtlich schwere Körperverletzung gelautet hatte.