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Koralmbahn: Demnächst geht es in den Berg
In knapp drei Monaten beginnt beim künftigen Ostportal in Frauental der bergmännische Vortrieb für den Koralmtunnel. An den Bahnkilometern vor dem Tunnel wird derzeit hart gearbeitet.

Foto © Thomas WieserSchwerarbeit auf der Baustelle vor dem künftigen Tunnelportal
Es gibt gemütlichere Arbeitsplätze als jenen in Frauental. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, Wind, Schnee und knöchelhohem Schlamm werden dort derzeit riesige Verschalungen hochgezogen und Tonnen an Eisenstangen und Beton verarbeitet. Vieles passiert händisch. Es ist Schwerstarbeit, die die Leute der Radkersburger Firma Sako, der Baufirma Granit und andere "Schöpfer" leisten. Willkommen auf der Baustelle der Koralmbahn, beim künftigen Ostportal des Koralmtunnels.
Erkundungsstollen
Insgesamt sind die Erkundungsstollen in der Steiermark und Kärnten bereits an die zehn Kilometer lang. Das Tunnelportal, durch das in rund elf Jahren die Züge in den Gebirgsstock der Koralm bzw. daraus heraus donnern werden, gibt es in der Steiermark aber noch nicht. Nur der Querschnitt einer der beiden Röhren ist in Schemen an einer Wand aus riesigen Betonstelen erkennbar. In knapp drei Monaten beginnt dann aber dort, im Gemeindegebiet von Frauental, der bergmännische Vortrieb für den zweiröhrigen Koralmtunnel. Ein symbolischer Meilenstein nach fast fünfjähriger Sondierungstätigkeit in der Steiermark.
Derzeit wird aber noch an dem 5,5 Kilometer Abschnitt zwischen dem Tunnelportal und dem künftigen Bahnhof Weststeiermark (dieser wird ab dem Jahr 2015 auf dem Gemeindegebiet von Groß St. Florian und Unterbergla erbaut) gearbeitet. 2,3 Kilometer der Strecke werden irgendwann unter Tag verlaufen, deshalb werden in offener Bauweise Tunnel errichtet. Vier Brücken werden in dem Abschnitt die Bahngleise überspannen, für den Straßenverkehr und das Wild.
Ab Ende des Jahres wird dann auch vom knapp zwei Kilometer langen Erkundungsstollen, der etwas westlich unter dem Deutschlandsberger Leibenfeld liegt, weiter gegraben. Das Ausschreibungsverfahren läuft. Und ein Jahr später sollen dann die Vortriebsarbeiten beim Westportal in Kärnten beginnen.
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Kommentar
Die Koralmbahn
Die Koralmbahn soll Graz und Klagenfurt verbinden. Kernstück ist der 33 Kilometer lange Koralmtunnel mit seinen beiden Röhren. Die bisherige Auftragssumme beträgt rund eine Milliarde Euro, rund 800 Millionen Euro wurden verbaut. Die Gesamtkosten betragen 5,1 Milliarden Euro (Basis 2009). Geplanter Vollbetrieb: Ende 2020.





















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