Pollen-AlarmDie kleinen „Feinde“ sind im Anflug

Esche und Birke sind in voller Blüte: In weiten Teilen Kärntens starke Pollenbelastung! Toleranzschwelle individuell.

Alle Jahre wieder: der lästige allergische Schnupfen
Alle Jahre wieder: der lästige allergische Schnupfen © Fotolia
 

Die Pollen sind winzig klein und trotzdem bereitet der durch den Wind verfrachtete Blütenstaub Allergikern großen Ärger: Gerötete Augen, Niesen und Schnupfen sind die Folge. Der ganze Körper geht in Abwehrhaltung.

Die Hasel haben wir fast hinter uns, jetzt stehen Esche und Birke in voller Blüte. Die Pollenkarte der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) zeigt derzeit für den Kärntner Zentralraum und die südlichen Landesteile eine starke Belastung durch Birkenpollen. Eine extrem hohe Belastung durch Birkenpollen gibt es nur punktuell im oberen Lavanttal. In weiten Teilen Oberkärntens ist die Belastung durch die Birke geringer.

„Die Toleranzschwelle ist sehr individuell. Prinzipiell könne man aber sagen, dass ab 80 Pollenkörnern pro Kubikmeter Luft auch bei den weniger empfindlichen Allergikern starke Beschwerden beginnen“, erklärt Helmut Zwander, wissenschaftlicher Leiter des Kärntner Pollenwarndienstes. Die höchste Belastung durch den Pollenflug ist in den späten Vormittagsstunden zu erwarten. Laut Pollenwarndienst können die Regenschauer von heute den Pollenflug von Esche und Birke aber nur kurz stoppen.

Nütze den Morgen!

Die Belastung durch Gräser wird ab Mai zu spüren sein und dauert dann bis in den August an.  „Allergiker sollten die Morgenstunden für die Zeit im Freien oder zum Lüften des Wohnraumes nutzen, da sich die Pollenbelastung über den Tagesverlauf steigert“, sagt Pollen-Experte Zwander. Ein guter Tipp, so Zwander, ist es auch, wenn Allergiker nach dem Aufenthalt im Freien sich die Haare waschen: „Pollen bleiben darin haften und man nimmt den ,Feind‘ mit ins Bett.“
Und wer den Birkenpollen gänzlich entkommen will, kann dies in den hochalpinen Zonen in Oberkärnten tun: Dort gibt es laut ZAMG keine Belastung. Bergsteiger müsste man sein!

Tipps für Allergiker

Nützen Sie den Morgen: Die Pollenbelastung nimmt erst mit dem späteren Vormittag zu.
Eine ärztliche Abklärung der Allergie ist ratsam: Weiß man erst einmal, wogegen man allergisch ist, kann man gegensteuern.
Pollengitter sollten nicht nur zu Hause, sondern auch am Arbeitsplatz angebracht sein.

 

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