Kärnten wählt: Thema BodenschatzPlan für Trinkwassernetz für 300.000 Kärntner

Kärntens Trinkwasserversorgung der Zukunft ist am Dienstag Thema in der Landesregierung. Über eine Zentralraum-Wasserschiene sowie den Schutz der Seen vor Verbauung diskutierte Raumplaner Richard Resch im Livestream.

Raumplaner Richard Resch (links) zu Gast im Kleine-Zeitung-Livestream
Raumplaner Richard Resch (links) zu Gast im Kleine-Zeitung-Livestream © KLZ/Markus Traussnig
 

Eine große Ringkanalleitung, die den gesamten Kärntner Zentralraum umfasst mit Klagenfurt, St. Veit, Feldkirchen, Villach und den Wörtherseegemeinden, soll die Trinkwasserversorgung im bevölkerungsstärksten Gebiet Kärntens für die Zukunft sichern. Am Dienstag sind die Pläne mit einem Kärntner Trinkwasserbericht Thema in der Kärntner Landesregierung. "Wir wollen mit der Wasserschiene Zentralraum Kärnten sauberes und günstiges Wasser für kommende Generationen absichern, wir planen bis ins Jahr 2100", so Umweltreferent Rolf Holub (Grüne).

Derzeit besteht eine Wasserschiene zwischen Klagenfurt und St. Veit zur gegenseitigen Trinkwasserabsicherung. Die angedachte Zentralraum-Schiene soll 32 Gemeinden umfassen und mit Wasser vom Förolacher Stollen im Gailtal, dem Dobratsch und  der Tiebelquelle bis zu den Brunnen Gablern und Traundorf in Südkärnten, die vor Jahren von der Kärntner Wasserstiftung  erworben wurden, versorgt werden.

"Der Bevölkerungsanteil im Zentralraum von 51 Prozent  der Kärntner Gesamtbevölkerung wird weiter anwachsen. Durch den Kimawandel  haben wir durch höhere Verdungstung Verluste beim Wasser, mit der Wasserschiene sichern wir die Spitzen ab. Zugleich rüsten wir uns  damit auch für Blackout-Szenarien", sagt Holub. Nach runden Tischen mit den Waserverbänden und Gesprächen mir den Gemeinden würden nun Studien anstehen für die Detailplanung. Holub: "In Kärnten kostet ein Kubikmeter, also 1000 Liter bestes Trinkwasser, rund einen Euro. Das ist die wichtigste Ressource in unserem Land."

Seeverbauung im Livestream

Wasserversorgung ist nur ein Teil einer übergeordneten Raumplanung im Land. Ein neues Raumordnungsgesetz ist in der nächsten Gesetzeperiode in Kärnten fällig, um den Bodenverauch und dem Ausufern von Zweitwohnsitzen kontrolliert Einhalt zu gebieten. Die Gemeinde Velden hat einen zweijährigen Baustopp in der roten touristischen Zone verfügt. Der Raumordnungsexperte Richard Resch, der Velden dabei beriet, warr Gast im Kleine-Zeitung-Wahlstudio und diskutierte mit Adolf Winkler über "Raubbau am See, Landraub am Dorf".

Kommentare (1)

Kommentieren
GordonKelz
1
1
Lesenswert?

ABER BITTE OHNE......

WILHELM FRITZ in einer Funktion !
Gordon Kelz

Antworten

Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (z. B. Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Was wir in diesem Forum nicht dulden: Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, Verhetzung, Diskriminierung in jedweder Form, Rassismus, Aufrufe zu Gewalt oder gar Selbstjustiz. Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer im Wiederholungsfall gesperrt. Zudem behalten wir uns die stundenweise oder völlige Schließung von Foren vor. Wir weisen Sie darauf hin, dass wir auch keine Links zu anderen Websites akzeptieren.
Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (z. B. Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name und Adresse) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.