HCB-SkandalBevölkerung soll über verseuchtes Heu entscheiden

Nach Aufregung um Verbrennung von HCB-Heu gibt es am Montag einen runden Tisch mit Görtschitztaler Bürgermeistern.

HCB, Repo Goertschitztal vom 24. Feber 2015
Das Heu wurde von den Bauern beim Zementwerk abgeliefert © Canori
 

12.000 mit dem Umweltgift HCB kontaminierte Heuballen lagern seit knapp drei Jahren am Gelände des Wietersdorfer Zementwerkes im Görtschitztal. Der Plan des Unternehmens, das Heu zur Verbrennung nach Deutschland und Niederösterreich zu bringen, droht nun zu scheitern. In Niederösterreich hat sich eine breite politische Front gegen die Anlieferung des Materials gebildet. Nun ist man in Kärnten auf der Suche nach einem Plan B. Eine Verbrennung im Görtschitztal scheint nicht mehr ausgeschlossen. "Ohne Zustimmung der Bevölkerung wird es aber ganz sicher nicht gehen", sagt Umweltlandesrat Rolf Holub (Grüne).

Am Montag wird ein runder Tisch mit allen betroffenen Bürgermeistern stattfinden. Auch eine offizielle und bindende Befragung der Gemeindebürger sei möglich.

Kommentare (4)

Kommentieren
orbil
0
1
Lesenswert?

Als Futtemittel exportieren


wir Kärntner sollten etwas kreativer werden. Wenn HCB so unschädlich ist wie die Umweltabteilung behauptet sollte das Heu als Futter verkauft werden im In-und Ausland.
Den Kühen ist das sicher egal. Und jahrelang wurde angeblich diese Milch als Schulmilch in Klagenfurt verkauft.

Antworten
CuiBono
1
3
Lesenswert?

"Ohne Zustimmung der Bevölkerung wird es aber ganz sicher nicht gehen"

Die Bevölkerung hätte man schon vor Jahrzehnten fragen sollen, bevor die ganze Verbrennung eingeleitet wurde.
Ich bin sicher, die wäre geschlossen dafür gewesen (Ironie aus).

Aber NEIN, man - das sind die Politiker und Beamten - haben die Verbrennung freihändig genehmigt, dann aber die korrekte Abwicklung nicht mehr überprüft.
Bis die Kacke durch Überprüfungen von Aussenstehenden dann aufflog.

Profitorientierte unternehmerische Gier hat dann Platz gegriffen und die Verbrennungstemperaturen so weit gesenkt, dass das Gift in die Umwelt kam.

KEINER der damaligen Akteure wurde bis dato zur Verantwortung gezogen.

Und die zigtonnenweise herumliegenden giftigen und in die Umwelt leckenden Kalkvorräte haben auch keinen der Verantwortlichen jahrelang interessiert.
Ja - die StW-Klagenfurt halten es bis dato für nicht nötig, die WP wegen der erzwungenen Schließung eines Trinkwasserbrunnens zu klagen. Da ist man großzügig, zahlt eh alles der verzwangsgebührte Konsument.

Aber JETZT(!), wo es um die - bei richtigen Temperaturen und der bereits erfolgten Nachrüstung bei WP - risikolose Verbrennung von ein paar Strohballen geht, will man die Bevölkerung fragen. Damit man den Dreck dann wohl im "Auftrage" der Görschitztaler in irgendeinem anderen Tal abkippen kann.
WIDERLICH.

ICH erwarte mir von den großzügig honorierten Politikern und der Beamtenschaft, dass sie ENDLICH ihre Hausaufgaben machen.
Die Strohballenentsorgung ist nur ein erster - lächerlich kleiner - Schritt.
Die

Antworten
amse84ik
1
2
Lesenswert?

@CuiBono

Wenn schon kritisiert wird dann auch richtig schreiben - es sind HEUBALLEN und KEINE STROHBALLEN.....

Antworten
CuiBono
1
2
Lesenswert?

Weil's so schön passt

hier nochmals mein Kommentar zum etwas älteren Artikel von heute morgen.

Das Florianiprinzip
wird hier gelebt, d.h. man (das sind die ursächlich für die ganze Misere verantwortlichen Politiker, Beamte und die vollkommen grenwertig agierende Firma) will jetzt auch noch andere "Häuser" anzünden.

Anstatt endlich Verantwortung zu leben und die Angelegenheit dort zu bereinigen, wo sie entstanden ist.

Der obigen Aussage "Von einem Unternehmen, das wohl Gewinnmaximierung über Umweltschutz gestellt und Blaukalk verbrannt hat, wo es ihn nicht verbrennen durfte" kann ich nicht zustimmen.
Alldieweil die Verbrennung in Ordnung gewesen wäre, hätte man mit den notwendigen und den verantwortlichen Ausführenden bekannten höheren Temperaturen verbrannt.

Mit der mittlerweile erfolgten Nachrüstung bei WP sollte es kein Problem sein, die Heuballen OHNE Umweltgefährdung zu verbrennen. Ohne das Zeug durch die Gegend zu karren und andere damit zu beglücken versuchen.

Die verantwortlichen Politiker und Beamte sind tunlichst dazu angehalten, endlich ihrer Verantwortung nach zu kommen, mit der "Aus den Augen - aus dem Sinn" Einstellung aufzuhören und KONSTRUKTIV an einer lokalen Lösung mit zu arbeiten.
Dafür sind sie da und dafür wurden sie gewählt und dafür werden sie auch nicht zu schlecht bezahlt.

Also endlich liefern und nicht nur kassieren.
Taten statt hohler Worthülsen.

Antworten

Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (z. B. Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Was wir in diesem Forum nicht dulden: Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, Verhetzung, Diskriminierung in jedweder Form, Rassismus, Aufrufe zu Gewalt oder gar Selbstjustiz. Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer im Wiederholungsfall gesperrt. Zudem behalten wir uns die stundenweise oder völlige Schließung von Foren vor. Wir weisen Sie darauf hin, dass wir auch keine Links zu anderen Websites akzeptieren.
Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (z. B. Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name und Adresse) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.