Großvenediger in OsttirolKeine Verurteilung nach Gondelunglück

Drei Angeklagte kamen nach dem Absturz einer Materialseilbahn in Osttirol mit drei Verletzten mit einer Diversion davon. Das Unglück hatte zwei Schwer- und einen Leichtverletzten gefondert.

Keine Verurteilung nach Gondelunglück
Keine Verurteilung nach Gondelunglück © APA
 

Am 9. März 2017 war eine Gondel der Materialseilbahn zur Essener-Rostocker-Hütte am Großvenediger in Osttirol abgestürzt, zwei Personen wurden schwer, eine wurde dabei leicht verletzt, ein weiterer Tourengeher blieb heil. Am Mittwoch mussten sich der Hüttenwirt, sein Koch sowie ein Bergführer aus dem Salzkammergut wegen fahrlässiger und grob fahrlässiger Körperverletzung sowie Gefährdung der körperlichen Sicherheit am Innsbrucker Landesgericht rechtfertigen.

Der Wirt und sein Angestellter übernahmen von Beginn an die Verantwortung, dass sie Hüttengäste unerlaubt mit der Materialseilbahn hatten fahren lassen. Sie wollten den Fall mit einer Diversion – also Buße ohne Verurteilung – regeln. Der Bergführer fühlte sich aber unschuldig am Unglück. Richter Norbert Hofer führte daher das komplette Beweisverfahren durch und kam zu dem Schluss, dass keine grobe Fahrlässigkeit vorlag. Als sich schließlich auch der drittangeklagte Bergführer zu seiner Verantwortung bekannte, stand aber einer Diversion tatsächlich nichts mehr im Wege: 1000 Euro Geldbuße pro Person und eine Beteiligung an den Verfahrenskosten. Die Gondel war laut Gutachter übrigens abgestürzt, weil vermutlich der Druck einer Staublawine das Zugseil in die Bäume geweht hatte und sich die Seilbahn dort verhing.

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