KlagenfurtJeder zehnte Pflichtschüler ist Moslem

Aktuelle Aufstellung über Religionsunterricht an den Kärntner Pflichtschulen zeigt: Von "Islamisierung" kann keine Rede sein. 18 von 7200 Lehrern in Kärnten halten islamischen Religionsunterricht.

Etwa zehn Prozent der Pflichtschüler in Kärnten sind islamischen Glaubens
Etwa zehn Prozent der Pflichtschüler in Kärnten sind islamischen Glaubens © APA/dpa/dpaweb (Sujetbild)
 

Es ist Wahlkampfzeit und da wird selbstverständlich auf allen sozialen Kanälen sprachlich gefeuert, um vor der „Islamisierung des Abendlandes“ zu warnen.

Der Kleinen Zeitung liegt die Aufstellung über die Religionsbekenntnisse an Kärntner Pflichtschulen der vergangenen vier Jahre vor. Aktuell ist jeder zehnte der 33.792 Pflichtschüler islamischen Glaubens. Von den insgesamt 61.100 Schülern sind laut Informationen des Landesschulrates etwa 4,5 Prozent zum islamischen Religionsunterricht angemeldet. Zum Vergleich: An Grazer Volksschulen beträgt der Anteil der Kinder mit islamischem Unterricht 25 Prozent.

Zu den Pflichtschulen: Gerhild Hubmann, Abteilungsleiterin für Bildung beim Land Kärnten, hat die aktuellsten Zahlen zu den Religionsbekenntnissen. Nimmt man die vergangenen vier Schuljahre, so ist die Zahl der Muslime in Kärnten von rund sieben Prozent (2014/15) auf etwa neun Prozent (2017/18) leicht angestiegen. Fast 80 Prozent der Kinder sind dieses Schuljahr römisch-katholisch, etwa elf Prozent evangelisch.

Die via Facebook verbreitete Mär, dass es „zwangsverordneten“ islamischen Religionsunterricht gibt, weist Rudolf Altersberger, Präsident des Landesschulrates, als „kompletter Blödsinn“ zurück. Aktuell seien in Kärnten 16 Religionsgemeinschaften gesetzlich anerkannt. „Allen anerkannten Gemeinschaften steht der Religionsunterricht in den Schulen zu“, sagt Altersberger der Kleinen Zeitung.

Islamischer Religionsunterricht wird für sechs Prozent aller Pflichtschüler und für weniger als zwei Prozent der AHS- und BMHS-Schüler angeboten. 18 von 7200 Lehrern halten diesen Unterricht."Nach den österreichischen Bildungszielen und mit approbierten Büchern auf Deutsch", unterstreicht Altersberger.

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