Köstliches KärntenWenn sich die Spreu vom Weizen trennt

Wo Genussland drauf steht, ist Kärnten drinnen. Landwirte und Gastwirte zeigen Hand in Hand, wie das Land schmeckt.

Sie sind die Macher des Genussland Kärnten: Fritz Auernig, Barbara Wakonig und Marco Krainer
Sie sind die Macher des Genussland Kärnten: Fritz Auernig, Barbara Wakonig und Marco Krainer © Helmuth Weichselbraun
 

Die Erfolgsformel ist ganz einfach: 300 Landwirte erzeugen 1900 Produkte, die von 90 Genuss-Wirten verarbeitet und von 21 privaten Kaufleuten zum Verkauf angeboten werden. Unter dem Strich ist das Ergebnis positiv. Das sind die Eckdaten der wohl bekanntesten Lebensmittelmarke im Süden Österreichs, dem Genussland Kärnten. Dass sich das Bekenntnis zur Region und regionalen Lebensmittel auch rechnet, weiß Barbara Wakonig, Obfrau des Vereins Kärntner Agrarmarketing: „Der Wareneinsatz in der Gastronomie wurde 2016 mit 3,5 Millionen Euro beziffert. Das heißt, unsere 90 Gastronomiebetriebe haben bei 300 Genussland-Produzenten um diese Summe eingekauft.“

Die Wertschöpfung bleibt in der Region, einige Landwirte haben sich inzwischen wieder für den Vollerwerb entscheiden können. „Ich bin immer wieder überrascht, mit welcher Kreativität unsere Genuss-Wirte Produkte veredeln. Die gute Nachfrage nach heimischen Lebensmittel, bei denen die Herkunft eindeutig geklärt ist, macht sich bemerkbar“, erzählt Marco Krainer.

Der bekannte Fernseh- und Showkoch ist innerhalb des Genusslands Kärnten für die Betreuung der Gastroszene verantwortlich. Seine Klientel reicht vom einfachen Landgasthaus bis zum Haubenlokal. Und inzwischen hat sich auch die Hotellerie dem Genussland Kärnten angenähert. „Wir denken darüber nach, eigene Kriterien für Genusshotels zu schaffen. So könnte zum Beispiel ein Frühstücksbuffet ausschließlich mit heimischen Erzeugnissen gestaltet werden“, blickt Krainer genüsslich in die Zukunft. Wer so hohe Qualitätskriterien an seine Lizenznehmer vorgibt, muss diese natürlich auch kontrollieren. „Im Sinne aller sind wir hier sehr streng. Wir listen Betriebe auch aus, wenn sie sich nicht an unsere Vorgaben halten“, erklärt Barbara Wakonig.

Die Nachfrage nach Genussland-Produkten steigt stetig, und so haben viele Hersteller ihre Produktion bis zu 50 Prozent erhöht. „Was uns besonders freut, ist, dass es viele neue Kreationen, auch auf dem Getränkesektor gibt. Kärntner Wein, Carinthia Mineralwasser, Hadn-Whisky, Wodkärnten, Quitten-Likör und Gin aus Kärnten“, gerät Krainer ins Schwärmen, wenn er an seine stetig wachsende Genussland Kärnten-Produktpalette denkt.

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