GörtschitztalNach 14 Jahren: Land überprüft Zementwerk-Ausbau

Vor 14 Jahren wurde mit dem Ausbau bei Wietersdorfer im Görtschitztal begonnen. Jetzt sind die letzten Bauten fertig. Verhandlung für Endabnahme der Umweltverträglichkeitsprüfung ist öffentlich.

Der Ausbau des w&p-Werkes ist jetzt fertig. Nun muss das Land prüfen, ob alle UVP-Vorgaben erfüllt wurden
Der Ausbau des w&p-Werkes ist jetzt fertig. Nun muss das Land prüfen, ob alle UVP-Vorgaben erfüllt wurden © KLZ/Markus Traussnig
 

Vor 14 Jahren hat die Wietersdorfer und Peggauer Zementwerk GmbH. (w&p) beschlossen, den Betriebsstandort Wietersdorf auszubauen. Jetzt findet die Endabnahme statt. Weil die Bevölkerung nach dem HCB-Skandal verunsichert ist, wenn es um Genehmigungen für das Werk geht, gibt es am Montag eine öffentliche Verhandlung. Grundsätzlich geht es jetzt darum, dass das Land prüft, ob w&p bei den letzten, erst jetzt fertiggestellten Anlagen alle im UVP-Bescheid festgelegten Auflagen erfüllt hat. Gleich vorweg: Nein, hat das Werk nicht. Daher wurde auch eine „Genehmigung von geringfügigen Abweichungen“ beantragt. Das sei allerdings ein „ganz normaler“ Vorgang, da sich nach so langer Zeit einiges ändern könne, erklärt Michaela Hebein, Pressesprecherin des Unternehmens.

Im Zuge des noch ausständigen Verfahrens wolle man außerdem die Bescheide für das Werk vereinheitlichen, um eine „möglichst transparente Genehmigungslage zu schaffen“, sagt Hebein. Es gehe „dabei nur noch um die Endabnahme von Restanlagen“, sagt Albert Kreiner, Leiter der Abteilung 7 beim Land – und zwar um das Chargenlager II, die Brennstoffaufbereitung, die Trocknungsanlage, Klinkerver- und -beladung, Nebenanlagen, Oberflächengewässerentsorgung, Reifenwaschanlage, Schrankenanlage und Logistikkonzept. Dass etwas so lange dauere, sei nicht ungewöhnlich, sagt Kreiner. Und die „kritischen Anlagen“ – etwa solche, die Emissionen verursachen – seien schon früher behandelt und an die zuständigen Behörden übergeben worden, in den Jahren 2010 bis 2012.

Verunsicherung

Was danach geschah, ist bekannt: 2014 kam heraus, dass bei der Verbrennung von kontaminiertem Blaukalk in Wietersdorf das Umweltgift HCB in die Umwelt gelangt ist. Dazu sind Gerichtsverfahren anhängig und die Staatsanwaltschaft ermittelt. Entsprechend groß ist die Verunsicherung der Bevölkerung, wenn es um behördliche Verfahren und Genehmigungen für das Werk geht. Daher hat man entschieden, die Verhandlung der UVP-Endabnahme öffentlich im Werkskulturhaus in Klein St. Paul durchzuführen. Diese findet am Montag, den 17. Juli, um 10 Uhr statt. Kreiner wird dort als Verhandlungsleiter fungieren.

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Danke für Ihr Verständnis.

georgXV
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Lesenswert?

?

was wird dabei schon herauskommen wenn Albert Kreiner prüft ???!!!

Antworten

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