IFFGrüne kämpfen im Landtag um Klagenfurter Uni-Fakultät

Die Kärntner Grünen bringen im Landtag einen Antrag ein, um damit den Fortbestand der bedrohten IFF-Fakultät zu sichern. Warnung vor "wissenschaftlichem Aushungern Kärntens".

Alpen Adria Universitaet Klagenfurt Fakultaet fuer Interdisziplinaere Forschung und Fortbildung Sterneckstrasze Klagenfurt
Das IFF, mit dem Hauptstandort in der Klagenfurter Sterneckstraße, steht vor dem Aus. © Kleine Zeitung Helmuth Weichselb
 

Die Kärntner Grünen kämpfen im Kärntner Landtag um den Erhalt der IFF-Fakultät, die mit Anfang 2019 Geschichte sein soll. Standorte der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt in Graz und Wien sollten, wie berichtet, abgegeben werden. Vor allem Uni-Gründungsrektor Peter Heintel tritt vehement für den Erhalt der IFF-Fakultät ein.

„Die aufstrebende und renommierte Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF), die internationale wissenschaftliche Größen hervorgebracht hat und ein Herzstück der Kärntner Wissenschafts- und Forschungslandschaft ausmacht, muss erhalten bleiben“, fordert die Wissenschaftssprecherin der Grünen im Kärntner Landtag, Klubobfrau Barbara Lesjak. Die Grünen haben am Donnerstag im Rahmen der Landtagssitzung einen Antrag dazu eingebracht.

Kärnten wird damit zum wissenschaftlichen Aushungern verurteilt. 

Barbara Lesjak

„Bei der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung handelt es sich um eine weithin angesehene inter- und transdisziplinäre Einrichtung, an der fünf Professoren und 80 MitarbeiterInnen aktuelle gesellschaftspolitische Themen fächerübergreifend wissenschaftlich betrachten und bearbeiten. Die IFF dient der Entwicklung, Erprobung und Evaluation neuartiger Formen von Wissenschaft in Forschung, Lehre und Organisation. Ziel ist die Bearbeitung ausgewählter aktueller gesellschaftlicher Problemfelder durch Gestaltung geeigneter Forschungs- und Lernprozesse“, erklärt Lesjak in einer Aussendung und sagt weiter: „Die IFF zählt somit zu einem integralen Bestandteil der interdisziplinären Forschungslandschaft in Österreich und stellt eine große Aufwertung für den Hochschulstandort Kärnten dar, der akut gefährdet ist.“

Es könne nicht sein, so Lesjak, dass mit der für 2019 geplanten Reorganisation von derart wichtigen Institutionen "Kärnten zum wissenschaftlichen Aushungern verurteilt wird." Deshalb müssten alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, damit die Universitätsleitung von ihren für mich nur schwer nachvollziehbaren Plänen abkommt und die IFF-Fakultät nachhaltig gesichert wird“, so Lesjak.

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