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Zuletzt aktualisiert: 19.01.2013 um 09:02 UhrKommentare

Kjolstad triumphiert beim Dolomitenlauf

Tausende Zuschauer bejubelten den neuen König des Dolomitensprints in Lienz: Johann Kjolstad (NOR), Weltmeister von Liberec 2009, setzte sich in einem spannenden Finale gegen Bernhard Tritscher (AUT) durch.

Johann Kjolstad im Finale

Foto © Expa Pictures/Feichter, GruberJohann Kjolstad im Finale

Der deutsche Mitfavorit Michael Schnetzer wurde nach einem Sturz Dritter, den undankbaren vierten Platz holte sich der Schweizer Mauro Gruber. Bei frostigen Temperaturen und vor einem tollen Publikum wurde heute in der Dolomitenstadt Lienz spektakulärer Langlaufsport auf höchstem Niveau geboten. 40 internationale Weltklasseläufer bestritten nach der Eröffnung der 43. Dolomitenlauf-Spiele und Entzündung der Flamme den Dolomitensprint. Der älteste Sprint der Welt wurde im Jahr 1980 von Dolomitenlauf-Gründer Robert Steiner und vom nunmehrigen OK-Chef Franz Theurl aus der Taufe gehoben. Und auf diese Osttiroler Vorreiterrolle wurde auch bald die FIS und viele andere Städte aufmerksam. "Mittlerweile ist der Langlaufsprint eine olympische Disziplin und viele Städte richten diesen Bewerb aus", sagte der Veranstalter Theurl. Im Sprintmodus traten in acht Vorläufen je fünf Langläufer gegeneinander an. Es schafften schließlich nur fünf Athleten sich durch das Halbfinale bis ins Finale zu kämpfen. Pro Lauf mussten schließlich drei Runden mit je 270 Meter (insgesamt 830 Meter) gesprintet werden.

Die Strecke in der Lienzer Innenstadt war mit einer fünf Meter hohen Rampe und entsprechendem Anstieg, einer abfallenden Steilkurve, einer Schanze und einer Spitzkehre gespickt - eine große Herausforderung für jeden Sprinter. In den Vorläufen und Viertelfinalheats setzten sich Kjolstad, Schnetzer, Tritscher und Sprint-Weltmeister Rotchev souverän durch. Pech hatten die ÖSV-Cracks Martin Bader und Johannes Dürr, für die im 3. Viertelfinale das Aus kam.

Tritscher verletzt sich

Im ersten Halbfinale trafen die beiden Österreicher Harald Wurm und Bernhard Tritscher aufeinander. Leider erwischte der dreifache Dolomitensprintsieger Wurm einen miserablen Start: "Ich habe mich heute sehr stark gefühlt und wollte diesen vierten Sieg. Aber beim Start blieb ich hängen und hatte keine Chance mehr gegen die starken Konkurrenten. Schade, das wäre heute eine große Chance gewesen." Besser lief es für Bernhard Tritscher, der sich als einziger Österreicher für das Finale qualifizierte. Auch wenn er sich bei einem Sturz ein Cut zuzog: "Ich bekam eine Stockspitze auf meinen Kopf und es blutete stark. Aber ich hab das im Finale gut weggedrängt und mit Platz zwei bin ich nicht unzufrieden. Es ist keine Schande gegen einen Weltmeister zu verlieren."

Im Finale zog Johann Kjolstad von Beginn an die Fäden und setzte sich an die Spitze. Der starke Deutsche Michael Schnetzer witterte seine Chance und wollte den Norweger überholen, doch in der zweiten Runde stürzte er. Damit feierte Kjolstad einen eindrucksvollen Sieg beim Dolomitensprint in Lienz und streifte den 2.500 Euro Siegerscheck ein: "Das war eine tolle Veranstaltung mit einem starken Feld und ein toller Sieg. So viele Zuschauer jubelten uns zu, das hat großen Spaß gemacht." Kjolstad laborierte nach seinem Weltmeistertitel in Liberec 2009 an einer Viruserkrankung und kämpft sich zurück zu alter Form: "Das wird noch etwas dauern, bis ich das Niveau von 2009 erreicht habe. Aber der heutige Sieg war ein wichtiger Schritt nach vor." Morgen startet Kjolstad auch beim 42 Kilometer Classic-Race in Obertilliach. Der Startschuss beim Biathlon- und Langlaufzentrum fällt um 10:00 Uhr.


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