Bezirks- und Gemeindesuche
Prozesse der Landesholding als Jobgarant
Werner Wutscher verteidigt die weitere Beschäftigung der zurückgetretenen Ex-Vorstände. Von Adolf Winkler.

Foto © Gert EggenbergerWerner Wutscher
"Eine rechtskräftige Verurteilung liegt nicht vor", ist die formale Erklärung von Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Wutscher dafür, dass die beiden Ex-Vorstände Hans-Jörg Megymorez und Gert Xander in der Kärntner Landesholding in normalen, unbefristeten Dienstverhältnissen weiter beschäftigt werden. Sie haben Montag abend nach ihrer - nicht rechtskräftigen - Verurteilung im Martinz-Prozess zu drei beziehungsweise zwei Jahre Haft umgehend ihre Vorstandsfunktion niedergelegt. Ihre Anwälte haben gegen die Urteile Berufung eingelegt, nun ist das Oberlandesgericht Graz am Zug, es gilt die Unschuldsvermutung.
Der effektive Grund, warum die beiden Juristen in der Landesholding weiter beschäftigt werden, sind laufende Prozesse, in die die Landesholding vom Verkaufsdeal der Hypo an die BayernLB von verschiedenen Seiten noch verstrickt ist. "Wir stecken noch in verschiedenen Verfahren, für die wir das Know-How der beiden Ex-Vorstände brauchen. Die Landesholding hat nur fünf Mitarbeiter. Das ist keine einfache Situation", so Wutscher. "Ich verstehe, dass die Öffentlichkeit Anderes erwartet. Wir werden das Thema schrittweise lösen", kündigt Wutscher die weitere Beiziehung externer Rechtsexperten an.
Die Beschlüsse in der Aufsichtsratssitzung, in der der bisherige KWF-Geschäftsführer Hans Schönegger zum neuen Vorstand bestellt wurde, seien laut Wutscher einstimmig gefallen. Die Vorgangsweise sei mit der Landesaufsicht, Aufsichtskommissär Harald Dobernig, akkordiert gewesen.


















