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Durchwachsene Bilanz für die Bauern
Durchwachsene Erntebilanz in Kärnten: Für die Bauern ist es ein durchschnittliches Jahr. Zumindest blieb Kärnten von Hagel- und Unwetterschäden verschont. Frost zerstörte Kernobst.

Foto © KLZ/TraussnigGemüsebauer Wolfgang Lerchster aus Klagenfurt kann mit der Ernte in diesem Jahr zufrieden sein
Tausende Hektar Mais, Kürbis, Getreide, Obstkulturen und Grünland durch Unwetter und Hagel vernichtet. Viele Bauern in der Steiermark, im Burgenland und in Niederösterreich mussten in diesem Jahr existenzbedrohende Schäden hinnehmen. Eine Erfahrung, die Kärntens Landwirte zum Glück nicht teilen müssen. Das Wetter gab es aber auch ihnen kalt-warm: zuerst zu kalt, dann lange Zeit viel zu trocken, dann viel zu viel Regen, danach eine Hitzeperiode.
"Angesichts dieser schwierigen Umstände ist es ein ganz gutes Erntejahr geworden", resümiert Markus Tschischej, Pflanzenbaudirektor in der Kärntner Landwirtschaftskammer. Von der Getreideernte - etwa 10.000 Hektar Anbaufläche gibt es in Kärnten - sei man etwa "positiv überrascht". Im Juli sorgten Regentage für Probleme bei der Ernte, einzig beim Weizen hat sich das auch bei der Qualität bemerkbar gemacht. Die Preissituation beim Getreide schaut derzeit "sehr zufriedenstellend" aus.
Wesentlich schwieriger ist das Erntejahr hingegen für die Kärntner Obstbauern. "Der Frost hat da heuer vor allem beim Kernobst einige Schäden angerichtet", konstatiert Katharina Dianat vom Obst- und Weinbauzentrum Kärnten. Zwei kalte Nächte haben etwa einen Großteil der Kirschblüten zerstört.
Auch Zwetschken und Marillen gibt es deutlich weniger als in einem "normalen" Jahr. "Dadurch steigt aber wieder die innere Qualität", sagt Dianat. Die Apfelbauern können generell zufrieden sein, teilweise sind aber Frostschäden zu beklagen. Ganz davon verschont blieben auch die rund 30 Kärntner Gemüsebauern nicht, trotzdem ist es für sie ein sehr gutes Erntejahr.
Was steht aus? "Mais, Soja, Kürbis - auch da schaut es passabel aus. Obwohl der Mais durch Frost und Trockenheit schon sehr gelitten hat", sagt Tschischej. "Aber er hat sich gut erholt."
Potenzial für ein gutes Jahr beim Wein
Im Lavanttal gab es Hagelschäden (bis zu 30 Prozent Verlust). Generell ein gutes Weinjahr, "der Wein wird mehr Extrakt haben", sagt Winzer Erwin Gartner. Wichtig war die Hitze nach dem verregneten Juli.
Bis zu 20 Prozent weniger Ernte bei Äpfeln
Die Apfelbauern (auf 25 Hektar wachsen Äpfel) müssen teilweise Frostschäden und je nach Sorte bis 20 Prozent Einbußen hinnehmen. Andere Länder hat es schlimmer erwischt. Die Pressobstpreise sind passabel.
Kürbisernte dürfte solide ausfallenKürbisernte dürfte solide ausfallen
Bei den rund 45 Kärntner Kürbisbauern geht dieser Tage die Ernte los. 300 Hektar Anbaufläche gibt es. "Wir hoffen auf eine solide Ernte, bis jetzt schaut es ganz gut aus", sagt Markus Tschischej.
Lange Dürre schadete dem Mais
Hinter der Maisernte steht noch ein kleines Fragezeichen. Lange Trockenperioden haben dem Mais zugesetzt. Mittlerweile haben sich die Kulturen jedoch erholt und versprechen eine gute Ernte.
Verregneter Juli machte Getreideernte schwierig
Von einer "guten Durchschnittsernte beim Getreide" trotz schwieriger Bedingungen spricht man bei der Kärntner Landwirtschaftskammer. Die Qualität beim Weizen lässt zu wünschen übrig, schuld ist der verregnete Juli. Die Preise für die Bauern sind gut.
Bei Marillen nur "schmale" Ernte
Für die Kernobstbauern ist es kein besonders gutes Jahr. "Die Kirschen haben wegen zwei frostiger Nächte völlig ausgelassen", erklärt die Obstbauexpertin Katharina Dianat. Auch bei Zwetschken und Marillen ist die Ernte geringer. Die Qualität ist gut.
Gute Ernte für die Kärntner Gemüsebauern
Für die rund 30 Kärntner Gemüseproduzenten läuft die Saison gut. "Wir blieben von extremer Trockenheit und Hagel verschont", sagt Gabriele Schrott-Moser von der Landwirtschaftskammer. Von Spargel über Zwiebel bis Tomaten war die Ernte zufriedenstellend.


















