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Ehemaliges Mitglied der Waffen-SS wird nicht reden
Das ehemalige Mitglied der Waffen-SS, Herbert Belschan von Mildenburg, wird keine Festrede auf dem Ulrichsberg halten. Das wurde am Donnerstag bei einer Abschlusssitzung beschlossen.

Foto © Eggenberger
Anders als ursprünglich geplant wird am kommenden Sonntag beim "Heimkehrertreffen" am Kärntner Ulrichsberg das ehemalige Mitglied der Waffen-SS, Herbert Belschan von Mildenburg, keine Festrede halten. Das sei das Ergebnis einer Abschlusssitzung der Ulrichsberggemeinschaft, sagte deren Obmann Hermann Kandussi am Donnerstag zur APA.
Grund für den Rückzug von Mildenburgs sei die öffentliche Debatte über dessen Mitgliedschaft bei der Waffen-SS gewesen. "Wir wollen keinen Wirbel", erklärte Kandussi. Anders als in den vergangenen Jahren sollen heuer keine Politiker, sondern "echte Heimkehrer" zu Wort kommen. Geplant sind laut Kandussi drei Redner, die jeweils zehn Minuten sprechen sollen.
"Neue Ideen" für den Ulrichsberg
Im Vorfeld der Abschlusssitzung war von einer Rede des ehemaligen Mitgliedes der Waffen-SS Herbert Belschan von Mildenburg die Rede gewesen. Noch bei einer Pressekonferenz am vergangenen Montag hatte Kandussi angekündigt, "neue Ideen" auf den Ulrichsberg bringen zu wollen. Mit einem Waffen-SS-Mann als Festredner hat Kandussi offenbar kein Problem. Von Mildeburg habe sich freiwillig zur Waffen-SS gemeldet, sei aber nie bei einer Totenkopfeinheit der SS gewesen, sagte Kandussi. "Er war ein Soldat wie jeder andere", so der Funktionär.
Laut "Aktionskreis gegen den Kärntner Konsens" ist von Mildenburg in der Alt- und Neonaziszene kein unbeschriebenes Blatt. 2005 soll er etwa extra aus Paraguay zu dem Prozess gegen den Holocaust-Leugner Ernst Zündel nach Deutschland gereist sein.
Kritik am Ulrichsbergtreffen kam am Donnerstag auch von den Grünen. Demnach soll die Ulrichsberggemeinschaft den Bundesadler auf ihren Einladungen verwendet haben. Dadurch wolle man sich einen offiziellen Anschein geben. "Die Verwendung des Bundesadlers ist gesetzlich geschützt, und die Republik Österreich unterstützt diese Veranstaltung nicht. Das ist ein Etikettenschwindel. Hier wird es eine Anzeige geben", kündigt Justizsprecher Albert Steinhauser an.



















