Bezirks- und Gemeindesuche
Warmuth will Pöckstein kaufen
In seiner Kolumne "Chefetage" schreibt Adolf Winkler über das Rätsel um einen möglichen Käufer für Schloss Pöckstein, das nun gelüftet wurde: Hartwig Warmuth, Immobilien-Unternehmer aus Villach.

Foto © KLZ/Karin HautzenbergerSchloss Pöckstein
Wochenlang wurde es wie ein Staatsgeheimnis gehütet, wer der künftige Eigentümer von Schloss Pöckstein sein soll. Geht es doch um ein ehrwürdiges Objekt. Das um 1780 erbaute klassizistische Schloss diente anfangs sogar als Bischofssitz. Als das Bistum Gurk das von Verfall bedrohte und in der Erhaltung entsprechend teure Schloss 2007 an den Holz- und Glasunternehmer Dante Buzzi verkaufte, war die Sorge groß, was daraus wird. Gerüchte um russische Hintermänner oder gar ein Rotlicht-Etablissement wurden durch Buzzis unklare Aussagen über den künftigen Zweck nicht gerade entkräftet. Am Ende landete dessen Firma K.B.M.P im Konkurs und das Schloss bei Masseverwalter Michael Ruhdorfer. Anfang August entschied sich der Gläubigerausschuss unter mehreren Interessenten für einen Kärntner.
"Es stimmt, ich habe Interesse, Schloss Pöckstein zu kaufen", bestätigte am Sonntag Hartwig Warmuth, Unternehmer und Lokalpolitiker aus Villach, der Kleinen Zeitung. Noch sei der Kauf des Schlosses aber nicht ganz vollzogen: "Die Verträge sind noch nicht endgültig unterzeichnet", sagte er wörtlich.
"Warmuth bietet mehr"
Über die Verhandlungen und seien Pläne mit dem Schloss wollte er nichts erzählen. Mit Warmuth wäre ein Immobilien-Profi der künftige Schlossherr. Mit mehreren Gesellschaften tritt er seit vielen Jahren als Errichter und Vermieter von Fachmarktzentren quer durch Kärnten in Erscheinung - vom Tauernpark in Spittal bis zu Fachmärkten in St. Veit, Friesach und Althofen sowie zwei Fachmärkten in Villach. Dort entstammt er der Kaufhaus-Dynastie Warmuth, deren Slogan "Warmuth bietet mehr" Legende war. In Velden betreibt er ein Hotel, außerdem ein Reiseunternehmen. Im Villacher Gemeinderat sitzt er in der Opposition - als Mandatar für die FPÖ.



















