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"Es war doch kein Desaster"
Der starke Rückgang der Italien-Urlauber wurde gebremst.

Foto © David BauerFür Italiener sind Spaghetti in Kärnten billiger
Montis "Blut und Tränen"-Sparpaket, Steuererhöhungen und hohe Arbeitslosigkeit: alles Faktoren, die den Italienern den traditionellen Urlaub vergällen würden. So unkten zumindest alle Experten zu Anfang der Saison. "Im Frühjahr sind uns die Italiener weggebrochen. Ich hätte mein Hotel zusperren können, wenn es so weiter gegangen wäre", erzählt Barbara Klauß, Obfrau der Kooperationsgruppe Austria per Italia (API), mit einem hohen Anteil an Kärntner Hoteliers. Die Angst war nicht unbegründet: In ihrem Hotel in Kötschach urlauben zu Ferragosto 85 Prozent Italiener. Das Desaster ist ausgeblieben. "Wir hatten dann noch nie so viele Anfragen und neue Gäste wie heuer, ich hätte das Haus drei Mal füllen können", so Klauß. Die italienischen Gäste haben kalkuliert und sind draufgekommen, dass der Urlaub in Kärnten billiger komme, als an der Adria. Klauß: "Alle Zusatzleistungen bekommen sie bei uns inklusive." Eine Rolle dürfte wohl auch die Tatsache gespielt haben, dass Italiener in Österreich ihren Urlaub immer noch bar begleichen können, was in Italien ab tausend Euro nicht mehr der Fall ist. Auch sie haben ihren Aufenthalt stark verkürzt.
In Bad Kleinkirchheim, Hochburg der Italiener, wurde der massive Rückgang von 30 Prozent im Vorjahr gebremst. "Ein leichter Rückgang ist schon ein Erfolg", betont Tourismusmanager Stefan Heinisch. Othmar Michaeler, Chef der Falkensteiner Gruppe, beziffert den Rückgang bei den Italienern heuer mit 15 Prozent.
"Das Budget für Italien war das einzige, das nicht der Kürzung zum Opfer gefallen ist", betont Kärnten Werber Christian Kresse. Der drittwichtigste Markt werde auch in Zukunft intensiv beworben. Es sind vor allem Kooperationskampagnen mit der Österreich Werbung, Messen und Beileger in Regionalzeitungen, die zum Tragen kommen.



















