Bezirks- und Gemeindesuche
Suche nach Krokodil wird teuer
Seit einer Woche wird an der Drau nach einem vermeintlichem Krokodil gesucht. Die Aktion kostete bis jetzt schon mehrere Tausend Euro.

Foto © Marco RieblerDer Einsatz Hubschrauber und Feuerwehrbooten war bis jetzt vergeblich. Heute Abend sollen Wärmebildkameras zum Einsatz kommen
Real existierendes Lebewesen oder doch nur ein "Phantom-Krokodil"? Seit mittlerweile einer Woche wird an der Drau in Sachsenburg nach "Sachsi" gesucht. "So lang wir keine Gewissheit haben, geht die Suche weiter", sagt der Spittaler Bezirkshauptmann Klaus Brandner. Nach einem Tag Ruhe für das Krokodil wird Donnerstag Abend noch einmal ein "Großangriff" gestartet. Mit Scheinwerfern wird die ganze "Lagune" ausgeleuchtet, zudem kommen Feuerwehrboote mit Wärmebildkameras zum Einsatz. Eventuell wird der Polizeihubschrauber angefordert.
Wer kommt für die Kosten auf, die durch die teilweise recht aufwendige Suche entstehen? Unter anderem war am vergangenen Donnerstag für 40 Minuten ein Polizeihubschrauber im Einsatz, der wegen "Gefahr in Verzug" über die Landesleitstelle angefordert wurde. Mit über 2000 Euro schlägt sich dieser Einsatz zu Buche, die Kosten dürfte das Innenministerium tragen. Hinzu kommen noch nicht abschätzbare Kosten für Spurensicherung und Streifendienste (Kontrollen der Ufersperre) der Polizei.
Die Feuerwehren Spittal und Kleblach/Lind beteiligten sich mit insgesamt zehn Mann und zwei Booten mehrere Stunden lang an der Suche. Laut Tarifordnung des Landesfeuerwehrverbandes (Stundensatz Mannschaft: 20 Euro; Stundensatz Boot: 41 Euro) kämen damit bis dato etwa 2000 Euro zusammen, exklusive dem Einsatz am Mittwoch. Ob die BH Spittal für diese Kosten aufkommt, wird erst geklärt. Einen Teil könnte auch Kurt Scheuch, dem das Fischwasser in diesem Bereich gehört, übernehmen. Reptilienexpertin Helga Happ arbeitet laut eigenen Angaben "ehrenamtlich", sie wird von der Behörde aber eine Aufwandspauschale erhalten.
Kritik an dem hohen Aufwand lässt Brandner nicht gelten. "Die Kosten sind nach wie vor überschaubar. Wenn nur alle Einsätze so günstig wären."




















