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Kelag setzt auf Rumänien
Die Kelag investiert weiter in regenerative Energie - und baut jetzt auf Windkraft aus Rumänien. Ein Windpark steht schon.

Foto © KK
Es ist ein bemerkenswerter Widerspruch. In Umfragen ist jeder für Wind-, Wasser- und Sonnenkraft. Aber vor Ort will dann niemand die neuen Stromtrassen und Pumpspeicherkraftwerke haben.
Die Kelag setzt daher zunehmend auf Windkraft im Osten. In Bulgarien hat sie bereits einen Windpark in Betrieb, detto in Rumänien - mit jeweils sechs Windrädern. Der Windpark in Mihai Viteazu an der Schwarzmeerküste schafft eine Jahreserzeugung von 33 Millionen Kilowattstunden. 22 Millionen Euro wurden investiert.
In der Nähe ist jetzt ein weiterer Windpark in Planung. Baubeginn ist im Oktober. Es entstehen zwölf Windräder, die 60 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Die Investition hier beträgt 36 Millionen Euro.
Weitere Projekte
Damit noch nicht genug: Kelag-Vorstand Hermann Egger hat weitere Projekte an der Schwarzmeerküste in der Pipeline - er will aus Mitbewerbsgründen noch nicht darüber sprechen. Das Konzept: Man besorgt sich Förderungen. "Und das Projekt muss sich innerhalb des Förderzeitraumes rentieren", sagt Egger. Der Strom wird in örtliche Netze eingespeist.
An seinem Ziel innerhalb von zehn Jahren alle sieben Milliarden Kilowattstunden Strom, den er an die Kelag-Kunden verkauft, rein aus regenerativen Energieträgern zu holen, hält Egger fest. Obwohl es derzeit nur 2,8 Milliarden Kilowattstunden sind, die aus erneuerbaren Quellen kommen. "Wir würden zwar gern in Kärnten bzw. in Österreich investieren, aber es fehlt zum Teil die Akzeptanz in den Regionen", räumt Egger ein.
In Kärnten hat die Kelag derzeit ein Laufkraftwerk in Tröpolach in Bau. Fertiggestellt wurden eine Photovoltaikanlage in St. Veit/Glan und ein Biomasseheizwerk in Villach. Außerdem erhöhte die Kelag ihre Beteiligung an der Kärntner Restmüllverwertung von 43 auf 86 Prozent. In Villach/Auen wurde ein Umspannwerk in Betrieb genommen. Größtes Vorhaben ist das Projekt Reißeck II mit der Hydro Power.
Features
Leichte Zuwächse
Der Umsatz der Kelag stieg im ersten Halbjahr um 247 Millionen auf 1046 Millionen Euro.
Das Ergebnis lag im Halbjahr mit 78 Millionen über dem Niveau des ersten Halbjahres 2011 (72 Millionen Euro).
Das, trotz der schwachen Kojunktur und der niedrigen Wasserführung.


















