Bezirks- und Gemeindesuche
Ex-Stadtrat Philipp Glanzer fordert Sitz zurück
Mit den Turbulenzen, die Köfer mit seinem Wechsel zu Stronach ausgelöst hat, meldet sich nun auch der Spittaler Ex-SPÖ-Stadtrat Philipp Glanzer zu Wort. Er lädt für Freitag elf Uhr zu Protestaktion.

Foto © KLZ/Helmut StöflinSpittals Ex-SPÖ-Stadtrat Philipp Glanzer
Spittaler Ex-SPÖ-Stadtrat Philipp Glanzer verlangt einerseits sein im Juni 2010 verlorenes Stadtratsmandat zurück und organisiert andererseits für Freitag, elf Uhr, eine Protestaktion vor dem Rathaus, bei der er den Rücktritt von Bürgermeister Köfer fordert.
Glanzer musste im Juni 2010 auf Druck von Köfer zurücktreten, nachdem es beim Restaurantneubau im Strandbad Spittal wilde Meinungsverschiedenheiten über die mehr als 100-prozentige Kostenüberschreitung gegeben hat. Köfer warf Glanzer auch Unregelmäßigkeiten in der Bezirks-SPÖ vor.
Glanzer, noch immer Ersatzgemeinderat, sagt: "Ich fordere mein doppelt direkt gewähltes Stadtratsmandat zurück. Ich habe dieses 2009 von den sozialdemokratischen Wählern mit 442 Vorzugsstimmen erhalten. Ich bin im Herzen Sozialdemokrat, mache Politik frei von Lügen und falschen Spielen. Wenn Köfer schon die gesamte SPÖ im Stich lässt, so soll er Mut beweisen und meinen doppelt direkt gewählten Stadtratssitz mir zurückgeben."
Auch Spittals Vize Hartmut Prasch verlässt SPÖ
Bei der Kärntner SPÖ ist am Donnerstag ein weiterer Parteiaustritt zu verzeichnen gewesen. Nachdem am Dienstag der Spittaler Bürgermeister Gerhard Köfer, der bisher für die SPÖ im Parlament saß, zum Milliardär Frank Stronach gewechselt hatte, trat nun auch sein Vizebürgermeister Hartmut Prasch aus der SPÖ aus. Das Austrittsschreiben langte am Nachmittag in der Parteizentrale ein, Prasch will ebenfalls zur Stronach-Partei.
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Spittals Vizebürgermeister Hartmut Prasch Foto © KLZ/Helmut Stöflin
Reaktion
Spittals Bürgermeister Gerhard Köfer gibt nach Philipp Glanzers Stellungnahme folgendes bekannt: "Gemäß § 65 K-AGO endet während der Amtsperiode das Amt eines Mitgliedes des Stadtrates durch eine an das Gemeindeamt gerichtete schriftliche Verzichtserklärung. Die Verzichtserklärung ist am 17.6.2010 eingelangt und unwiderruflich. Ein direkt gewähltes Stadtratsmandat kennt die Bürgermeister- und Gemeinderatswahlordnung nicht. Die nächste Gemeinderatssitzung ist am 25.9.2012 geplant. Eine außerordentliche Gemeinderatssitzung kennt die Kärntner Allgemeine Gemeindeordnung nicht."



















