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ÖVP-Chef Obernosterer kündigt Parteitag für 6. Oktober an
Beim "offenen Parteitag" sollen alle Funktionäre Stimmrecht haben. Josef Anichhofer ist neuer Landesgeschäftsführer und folgt damit Thomas Goritschnig nach.

Foto © KLZ/Traussnig
Die Kärntner ÖVP wird am 6. Oktober einen Sonderparteitag abhalten. Das kündigte der geschäftsführende Parteiobmann Gabriel Obernosterer am Montag bei einer Pressekonferenz an. Ein Novum dabei: Alle Kärntner ÖVP-Funktionäre sollen ein Stimmrecht erhalten. "Das muss zwar beim Parteitag beschlossen werden, aber ich bin zuversichtlich, dass das auch passieren wird", meinte Obernosterer. Er präsentierte auch den neuen Landesgeschäftsführer, der 36-jährige Josef Anichhofer aus Stockenboi folgt Thomas Goritschnig in dieser Funktion nach.
Obernosterer wurde von der Wahlkommission einstimmig als Obmannkandidat nominiert. Ob es bei dem Sonderparteitag einen Gegenkandidaten geben wird, ist ebenso noch offen wie der Ort, an dem er stattfindet. 2.600 Funktionäre werden eingeladen, Obernosterer rechnet mit etwa 1.500, die auch kommen werden. "Für so viele Leute müssen wir den Veranstaltungsort erst suchen." Bisher hat es noch nie einen ÖVP-Landesparteitag gegeben, wo alle Funktionäre mit abstimmen durften. "Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern", so Obernosterer.
Er kündigte eine Bezirkstour an, wo er allen Funktionären Rede und Antwort stehen werde, um über die aktuellen Entwicklungen in der ÖVP und im Land zu informieren. Diese werde noch am Montagabend beginnen, so Obernosterer.
Wer Achill Rumpold als Landesrat nachfolgt, sagte der ÖVP-Chef nicht. Er habe sich bis Ende August Zeit gegeben, wahrscheinlich werde es aber schon früher feststehen, betonte er. Man müsse rasche Entscheidungen treffen, Schnellschüsse seien aber nicht sinnvoll, "das sieht man ja auch am Land". Dass er nicht wie bisher das ÖVP-Regierungsmitglied für den Aufsichtsrat der Landesholding nominiert hat, sondern den Ex-REWE-Manager Werner Wutscher, habe mit der Besetzung der Position in der Regierung aber nichts zu tun. Obernosterer: "Bisher waren Entscheidungskraft und Kontrolle in einer Hand, das funktioniert nicht, wie sich gezeigt hat. Deshalb habe ich das getrennt."



















