Bezirks- und Gemeindesuche
Kleingeistigkeit
In Kärnten mussten in den vergangenen 15 Monaten die Wörthersee Piraten (Basketball) und der SV Lavamünd (Tischtennis) aus finanziellen Gründen aus den höchsten Spielklassen ausscheiden. Die Handball-Damen aus Feldkirchen überlebten nur, weil der Partnerklub HC Kärnten als Helfer einsprang. Sechs Mannschaften des Kärntner Fußballverbandes legten ihre Kampfmannschaften still. Überall haperte es beim Geld. Zum Teil wurde der öffentlichen Hand dafür die Schuld gegeben. Sie fördere bestimmte Sportarten mit vielen Hunderttausend Euro und lasse andere verhungern.
Der Einwand ist berechtigt, wird aber nichts ändern. Es fehlt nicht nur der Politik das Geld, sondern auch der Wirtschaft. Die Firmen werden sich noch genauer ansehen, wo sie investieren. Was in Kärnten fehlt, sind Mäzene, die - wie früher - in die Privatschatulle greifen. Das Überleben des heimischen Sports hängt vom Abschied der Kleingeistigkeit der Funktionäre und Zusammenarbeit auf breiter Ebene ab.
Nur wenn es gelingt, eine Struktur zu finden, in der der "Sportegoismus", wie es Landeshauptmann Gerhard Dörfler ausdrückt, keinen Platz mehr hat, kann es Erfolge geben. Ein kleiner Verein kann die Kleinen ausbilden. Doch dann muss es bei einem großen Klub die Konzentration der Kräfte geben. Dafür wird es auch Geld von der öffentlichen Hand und Sponsoren geben.



















