Bezirks- und Gemeindesuche
Unwetter zog Spur der Verwüstung
Schwere Unwetter haben Dienstagabend im Lavanttal zu Vermurungen, Überschwemmungen, Straßensperren und überfluteten Kellern geführt - stark betroffen war Reichenfels.

Foto © KLZ/EckriederDie Gemeindebürger von Reichenfels und die Feuerwehrmänner versuchen, die Schlammmassen vor den Häusern zu beseitigen
Schlamm im Garten, auf den Straßen und in den Häusern. Reichenfels erinnert nach den starken Regenfällen am Dienstagabend an einen Sumpf. Das über die Ufer getretene Wasser hat Bäume entwurzelt und Wiesen und Gärten überflutet.
Jetzt ist man in der Marktgemeinde mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Die Feuerwehren versuchen, das in einigen Häusern eingetretene Wasser zu beseitigen. Auch bei manchen Straßen gibt es kein Vorwärtskommen mehr, nur die Feuerwehrautos dürfen noch hinter die Absperrbänder. Obwohl das Wasser wieder zurückgegangen ist, gibt es für die Bevölkerung und die Feuerwehr noch keine Entspannung. Alle packen mit an, um die Spuren zu beseitigen. Auch die Kleinsten helfen mit, um die Schlammschicht aus dem Garten zu schaufeln - mit Regenjacke und Gummistiefeln bewaffnet.
Die Feuerwehr Reichenfels-St. Peter rückte auch am Mittwoch mit Baggern, Autos und Schaufeln aus, um das Chaos zu beseitigen. Gewisse Schäden werden wohl noch länger sichtbar bleiben, wie beispielsweise die Zerstörung des Radweges Richtung Obdach. "Teile davon wurden weggerissen, auf kärntnerischer und steirischer Seite", so Alex Steinkellner, Kommandant in Reichenfels. Er war mit seinen Männern bis zwei Uhr früh im Einsatz. Hilfe bekam er von den umliegenden Wehren. Auch das Bundesheer wurde am Mittwoch alarmiert.
130 Männer im Einsatz
"Allein in einer Nacht wurden wir zu 46 Einsätzen gerufen, bei uns standen 130 Feuerwehrmänner aus dem Tal im Einsatz", so Steinkellner. Besonders betroffen war der Ortskern von Reichenfels, teilweise kam es zu Hangrutschungen und Vermurungen. Auch die Lavant lief über die Ufer und bahnte sich ihren eigenständigen Weg durch das Gemeindegebiet - wie auch in Bad St. Leonhard (Bericht rechts). "Das Gewitter hat sich von Reichenfels zu uns verlagert. Wir waren bis nach Mitternacht im Einsatz", so Kommandant Markus Lappas. Im Gemeindegebiet von Frantschach wurden zwei Häuser sogar von der Außenwelt abgeschnitten, da ihre einzige Hauszufahrt, eine Brücke über den Lamprechtgrabenbach, weggeschwemmt wurde. Nicht so drastisch war die Lage in St. Andrä und Wolfsberg. Dort kam es zu rund fünf Einsätzen, in Wolfsberg zu rund zehn.






















