Bezirks- und Gemeindesuche
Anzeigen nach zu lauter Party
Jugendliche erlitten am Wochenende bei einer Party Hörschäden und mussten ins Spital. Polizei hat jetzt Erhebungen eingeleitet.

Foto © RuggenthalerSie haben nach der Party ein Pfeifen im Ohr und ein Bett im Spital
LIENZ. Tinnitus und Hörverlust waren Folgen einer Party mit dröhnenden Beats im Osttiroler Außervillgraten (wir berichteten). Elf Jugendliche wurden vergangenen Samstag und Sonntag wegen Beschwerden im Gehör stationär im Bezirkskrankenhaus Lienz aufgenommen. Etwa zehn weitere Burschen und Mädchen unterzogen sich ambulanter Behandlung beim Hausarzt. Die Diagnose: Lärmtrauma.
Am Montag hat sich Zahl der jungen Patienten im Spital erhöht: "14 Jugendliche sind jetzt bei uns", sagte Dienstag Alfred Fast, der Mediensprecher des Lienzer Krankenhauses. Vom Spital wurde inzwischen bei der Polizei Anzeige wegen Körperverletzung gegen Unbekannt erstattet. Fast: "Die Anzeige umfasst nicht nur die Jugendlichen, die stationär behandelt werden, sondern auch diejenigen, die sich bei den niedergelassenen Ärzten mit eingestellt haben."
Damit sind die Erhebungen zur Klärung über die Ursache der zigfachen Lärmtraumata eingeleitet. Veranstalter der offenbar ohrenbetäubenden Party war die Jungbauernschaft Außervillgraten. Deren Obmann Patrick Trojer versteht die ganze Aufregung nicht: "Ich gehe davon aus, dass von den Gehörproblemen jene jungen Leute betroffen sind, die während der Fete direkt bei den Verstärkern gestanden sind." Bei ihm habe sich den ganzen Partyabend lang niemand wegen der Lautstärke im Veranstaltungssaal beschwert.



















