Bezirks- und Gemeindesuche
Schlangenbiss-Opfer ging auf Tätersuche
Mann, der Biss knapp überlebte, Kollegen und Helga Happ kontrollierten Bahndamm.

Foto © Happ
FÜRNITZ. "Wenn ein Zug kommt und ich ins Gebüsch am Bahndamm ausweichen muss, dann nur in festen Schuhen und langer Hose." Das schwor sich Baupolier Josef Pregernig aus Spittal, nachdem er am Donnerstag von einer ausgesetzten und lebensgefährlich giftigen Levanteotter gebissen worden war. Ein paar Stunden später war ihm übel, schwindelig, er krampfte und hatte große Pupillen. Gattin Barbara brachte ihn ins LKH Villach. Der 42-Jährige kam sofort auf die Intensivstation, wo er nur dank des Serums überlebte.
Am Freitag konnte er zurück nach Hause in Rothenthurn und gestern wieder zur Arbeit - mit einer ungewöhnlichen "Kollegin": Reptilien(zoo)expertin Helga Happ. "Wir haben 150 Meter des Bahndammes abgesucht, an dem Herr Pregernig gebissen wurde", berichtet Happ. Dabei geht eine Person voran, um die Schlange aufzuscheuchen. Zwei Meter dahinter folgt eine zweite, die den Boden beobachtet.
Als Schlangenjäger mutig vorneweg - Josef Pregernig! Eine Handvoll "echter" Kollegen half ihm dabei. Mit Stöcken und Haken wurden mögliche Verstecke untersucht - doch vergebens.
Jetzt breitet sich unter Bahnarbeitern und Anrainern Unruhe aus. 2008 war ein aus Asien stammendes Levanteotter-Männchen in der Oberschütt gefangen worden. Happ: "Normalerweise haben ,Terrarianer' ein Männchen und mehrere Weibchen. Wenn jemand die Tiere ausgesetzt hat, dann ist zu befürchten, dass noch ein oder mehrere Weibchen hier in der Gegend zwischen Oberschütt und Fürnitz sind." Levanteottern können leicht einige Jahre überleben.


















