Bezirks- und Gemeindesuche
Zu laute Musik löste Messer-Attacke aus
Wegen zu lauter Musik kam es in Villach zu einem blutigen Streit unter Nachbarn. Ein Mann liegt nun mit einem Bauchstich im Spital. Nach der Tatwaffe wird gesucht.

Foto © KLZ/Scheriau
Ein schwer verletztes Opfer, das mit Bauchstich und Darmperforation im LKH Villach liegt, ein Verdächtiger, der die Tat bestreitet, eine verschwundene Tatwaffe: Eckpunkte einer Bluttat, die sich am Donnerstag gegen 23.15 Uhr im Mehrparteienhaus "Alte Burg" mitten in Villach zutrug.
Auslöser für die blutige Attacke mit einem Messer war eine Lärmbelästigung durch zu laute Musik in der Wohnung eines Tischlers (31) im ersten Stock: Er hatte seinen Fernseher mit Sound-System voll aufgedreht. Ein Angestellter (34) in einer darüberliegenden Wohnung ertrug den Lärm nicht mehr und rief die Polizei zu Hilfe. "Zweimal waren unsere Beamten vor Ort", sagt Günther Lessiak, Kommandant der Polizeiinspektion Hauptplatz. "Doch jedes Mal, wenn sie vorfuhren, drehte der 31-Jährige die Musik ab und öffnete seine Wohnungstür nicht. Die Beamten mussten wieder abziehen."
Was dann geschah, ist noch nicht restlos geklärt. Der 34-Jährige dürfte im Keller den Strom abgedreht haben, sodass die TV-Anlage verstummte. Vor der Tür des - stark alkoholisierten und wegen Gewaltdelikten amtsbekannten - Tischlers kam es zum Streit und zum Messerstich in den Bauch des Angestellten. "Ich glaub', er hat mich gestochen", sagte der Schwerverletzte zu Nachbarn. Diese riefen Polizei und Rettung.
Der Tischler wiederum gab an, dass der 34-Jährige ihn mit einem Messer bedroht hätte. "Er will ihm das Messer entrissen und in Notwehr zugestochen haben", so Ermittler Klaus Gradischnig von der Villacher Kripo. "Die Tatwaffe war bisher unauffindbar." Es wird intensiv ermittelt.


















