Bezirks- und Gemeindesuche
Frauenquote für Straßennamen gefordert
Grünen-Politikerin Evelyn Schmid-Tarmann will Namensgeberinnen Vorrang einräumen und erntete Spott.

Foto © KLZ/TraussnigExperten prüfen, ob die Luegerstraße umbenannt werden soll
Die vor wenigen Tagen neu entflammte Diskussion über historisch belastete Klagenfurter Straßennamen beschäftigte am Mittwoch auch den Gemeinderat. Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann brachte einen selbstständigen Antrag ein, in dem sie eine rasche Umbenennung der Luegerstraße in Waidmannsdorf fordert. Sie ist nach dem bekennenden Antisemiten Karl Lueger benannt, der von 1897 bis 1910 Wiener Bürgermeister war. In der Bundeshauptstadt hat man die Umbenennung des Lueger-Ringes in der Vorwoche in die Wege geleitet. Er wird zukünftig Universitätsring heißen.
Schmid-Tarmann will, dass vor allem Frauen für Straßennamen Pate stehen, da bisher 95 Prozent der Straßennamen in Klagenfurt nach Männern benannt worden sind. Sie fordert dabei eine 50-prozentige Frauenquote. Auf wenig Zustimmung stieß dieser Vorstoß bei FPK-Gemeinderat Andreas Skorianz. Er fragte die Grünen-Politikerin: ?Soll die Luegerstraße künftig vielleicht Tante-Emma-Straße heißen?“ Der Antrag von Schmid-Tarmann wird nun im zuständigen Ausschuss behandelt.


















