Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
25. Mai 2012 04:33 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332684 Mitglieder | 36 online

Bezirks- und Gemeindesuche

Einbruch in Sportanlage in Althofen Vier Kindersitze sind sitzen geblieben Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Kärnten Nächster Artikel Einbruch in Sportanlage in Althofen Vier Kindersitze sind sitzen geblieben
Zuletzt aktualisiert: 09.02.2012 um 22:23 UhrKommentare

Lipitsch: "Eine härtere Gangart ist nur normal"

ÖGB-Chef Hermann Lipitsch im Kleine Zeitung-Interview über das Sparpaket, Streikdrohungen bei Gehaltsverhandlungen und 18.000 Skiunfälle von Pensionisten.

ÖGB-Chef Hermann Lipitsch

Foto © KLZ/TraussnigÖGB-Chef Hermann Lipitsch

Eine Frage, die an den Nationalratsabgeordneten Hermann Lipitsch geht: Wenn nun die Zahl der Abgeordneten von 183 auf 165 reduziert wird, behalten Sie dann Ihr Mandat?

HERMANN LIPITSCH: Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. (überlegt und rechnet.) Da ich auf einem Landesmandat bin, würde ich mein Mandat wohl behalten.

Wird hier an der richtigen Stelle gespart?

LIPITSCH: Es ist eine symbolische Einsparung, die aber sein muss. Wenn alle Schichten vom Sparpaket betroffen sind, muss auch die Politik das mittragen.

Die Eckpunkte des Sparpakets stehen. Erbschafts- und Schenkungssteuer wird es weiterhin keine geben, stattdessen arbeitet der durchschnittliche Österreicher bis zum 15. Juni für die Staatskasse und beginnt faktisch erst dann zu verdienen. Warum wird der Faktor Arbeit nicht mehr entlastet?

LIPITSCH: Derzeit ist es schwer, sich in diesem Bereich zu bewegen. Deshalb müssen wir auch einmal schauen, dass wir bei den Vermögenssteuern die Ressourcen haben. Ich rede ja nicht von Einfamilienhäusern, die vererbt werden. Hier muss es einen Freibetrag von einer Million Euro geben. Auch darf kein einziger Familienbetrieb durch diese Steuern ins Wanken kommen. Aber bei großen Immobilienvermögen sehe ich Ressourcen, die wir angehen müssen. Wir reden immer davon, dass Österreich ein Hochsteuerland ist. Tatsächlich haben nur Estland, Tschechien, die Slowakei und Mexiko geringere Vermögenssteuern.

Die Gewerkschaften fordern eine Vermögensabschöpfung bei Umwidmungen, wird es die geben?

LIPITSCH: Wir wollen, dass es für die Leistung, die von den Gemeinden erbracht wird, auch eine Entlohnung gibt. Gemeinderäte machen mit einer Umwidmung aus einem 300.000-Euro-Grundstück eines mit einem Wert von einer Million. Gleichzeitig muss die Gemeinde Kanal-, Strom und Straßen-Anschlüsse bereitstellen, die natürlich auch etwas kosten - das wollen wir ausgeglichen wissen.

Unterm Strich sollen die Einsparungen zu 74 Prozent über Ausgabenkürzungen und zu 26 Prozent über neue Steuern realisiert werden. Wo wird der berüchtigte Förderdschungel gerodet werden?

LIPITSCH: Die Details werden wir im Parlamentsklub erst Freitagabend erörtern. Aber ein Beispiel: Es gibt ein "Handbuch Sozialleistungen in Österreich". Da blickt niemand mehr durch, wo man sich was holen kann. Gleichzeitig zahlen 50 Prozent der Gewerbebetriebe keine Steuern, bei den Bauern zahlen sogar nur drei Prozent Steuern. Und erst die Sozialversicherungen! 900 Millionen Euro werden pro Jahr den Arbeitnehmern abgezogen, aber nicht an die Sozialversicherungen abgeführt. Da muss man ansetzen.

Vor zwei Wochen hat Ihr Genosse, Klinikum-Betriebsrat Arnold Auer, viele Kärntner irritiert, als er ankündigte, man könne auch die Küchen in den Krankenhäusern bestreiken. Ist das der neue Ton der Gewerkschafter, oder ging Auer zu weit?

LIPITSCH: Was man sagt und was man tut, sind zweierlei Dinge. Aber immerhin haben die Leute nach diesem Satz darüber nachgedacht, was sie alles als selbstverständlich hinnehmen. Und dass wir als Gewerkschaft nun eine härtere Gangart haben, ist nur normal. In der Krise waren wir immer für maßvolle Lohnabschlüsse zu haben, schließlich wollen auch die Betriebsräte, dass es den Firmen gut geht. Aber wenn man sich anschaut, dass Aktionäre Länge mal Breite abcashen, ist es nur verständlich, dass auch die Arbeiter etwas davon haben wollen. Entsprechend wollen auch die Mitarbeiter in den Pflegeberufen nur den Wert ihrer Arbeit abgegolten bekommen, wenn sie eine Lohnerhöhung von 4,1 Prozent fordern.

Bringt es Ihnen wenigstens mehr ÖGB-Mitglieder?

LIPITSCH: Wenn der Hut brennt, merken wir immer einen Zulauf. Außerdem gehen wir zu Beratungen in die Gemeinden, um den Leuten den Zugang zu unseren Experten zu erleichtern.

Eine Zahl passend zum Wetter: Jährlich verletzen sich 18.000 Pensionisten beim Skilaufen. Wenn die so fit sind - warum arbeiten die nicht?

LIPITSCH: Die Zahl zeigt, dass mit unseren Pensionen etwas schief- läuft. Früher bildeten die ältesten Mitarbeiter die Lehrlinge aus. Heute gibt es diese Jobs nicht mehr, stattdessen bekommt man ab dem 50. Geburtstag erklärt, dass man zu teuer ist und keine Leistung bringt. Daran müssen wir arbeiten - dann haben wir auch mit dem Pensionssystem kein Problem mehr.

Sie haben doch als ÖBB-Gewerkschafter selbst für Leute gekämpft, die sich nach 30 Jahren in die Pension verabschiedet haben.

LIPITSCH: Nein, das habe ich nie. 90 Prozent der ÖBB-Pensionierungen in den letzten Jahren gab es, weil das Unternehmen sparen wollte. Da ist das Unternehmen auf 50-Jährige zugegangen und hat ihnen die Pension angeboten. Dass die Skifahren gehen, wenn sie noch gesund sind, stört wohl hoffentlich niemanden. Aber diese Variante gibt es seit Jahresbeginn ohnehin nicht mehr. Und wenn wir die ÖBB, die 2003 in zig Gesellschaften geteilt wurden, wieder zu einem Konzern machen, kann man auch dort sehr viel einsparen.

THOMAS CIK

Zur Person

Hermann Lipitsch (51) ist seit 2008 Vorsitzender des ÖGB Kärnten. Der gelernte Mechaniker war zuvor Zugbegleiter und Vorsitzender der Bahn- Gewerkschaft.

Seit 2008 ist Lipitsch auch Abgeordneter zum Nationalrat.

KLEINE.tv

Hypo-III-Prozess: Haftstrafen für alle Angeklagten

Im Hypo-III-Prozess sprach Richterin Sabine Roßmann die Urteile. Die ang...Bewertet mit 5 Sternen

Luchsbabys

KLZ/Hatz

Wie sollen diese drei Luchsbabys im Wildpark Assling heißen? Stimmen Sie online ab! Bis Freitag, 25. Mai, 12 Uhr.

 


Fit in den Sommer

AP (Symbolbild)

In einer 15-teiligen Video-Serie zeigen wir Ihnen, wie Sie ganz einfach fit für die heiße Jahreszeit werden. Pro Woche finden Sie hier zwei Videos, in denen Sie die neuesten Fitness-Trends, einfache Übungen für Zuhause oder im Büro, aber auch Ernährungstipps finden.

Mehr Region in Bild und Ton

Zusätzlich zum Video-Team und den Multimedia-Fotografen der Online-Redaktion schwärmen jetzt auch die Printredakteure der Regionalbüros Oberkärnten und Osttirol verstärkt aus. Sie liefern Ihnen noch mehr Videos, O-Töne und Fotos aus den Bezirken Spittal, Hermagor und Lienz!

Villachs beste Ausblicke gesucht!

Franz Schachinger

Ihr Tipp ist gefragt! Ein Foto Ihres persönlichen Lieblings-Aussichtsplatzes der Stadt Villach schießen und an die Kleine Zeitung schicken.

 

Neuer Blog: Alpe-Adria-Trail

Der Kärntner Martin Marktl wird den neuen "Alpe-Adria-Trail" , der vom Großglockner nach Triest führt, erwandern und exklusiv für die Kleine Zeitung bloggen.

 

"Köstliches Kärnten Genussreise"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Kommen Sie mit auf die Ganzjahresreise der Kleinen Zeitung durch das köstliche Kärnten. Sie beginnt mit den Mostbarkeiten und endet mit dem Käsefest. Hier finden sie alle kulinarischen Termine.

 

Was wurde aus...?

Früher bekannte Sportler, TV-Moderatoren oder Politiker, doch was wurde aus Ken Strong, Max Schautzer oder Karin Gastinger? In der neuen Serien "Was wurde aus...?" gehen wir der Sache auf den Grund.

Alle Bezirke im Überblick

 

Bilder aus Kärnten

Kunsthandwerksmarkt in Klagenfurt 

Kunsthandwerksmarkt in Klagenfurt

 

Kärntner des Tages

Stefan Kühr: Gastgeber der Gesangselite
Kennen Sie auch jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!

Newsletter bestellen

Neues auf unseren Seiten, Nachrichten und Events per E-Mail!

 

Babys aus Kärnten

Hochzeiten / Jubiläen

Leserfotos aus Kärnten

Treten Sie mit uns in Kontakt!

 
 
Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
 

Wallpaper

 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller Bezirke in Kärnten.

Verkehrsmeldungen

Foto: ÖAMTC
 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang