Bezirks- und Gemeindesuche
Eisiger Einsatz am Ossiacher See
Weil viele sich auf dem Ossiacher See in Gefahr begeben, üben Mitglieder der Österreichischen Wasserrettung verstärkt Eisbergungen.

Foto © ÖWRFür die Übung wurden Eisschrauben im Eis befestigt.
Die Eisfläche gibt nach. Wenige Meter vom Ufer entfernt bricht ein Mann im Ossiacher See ein. Gott sei Dank handelt es sich dieses Mal nur um eine Übung. Der Mann, ein Mitglied der Österreichischen Wasserrettung (ÖWR), ist mit einem Seil gesichert.
"Wir führen diese Eisbergeübungen aus aktuellem Anlass durch", sagt Karl Rednak, Leiter der ÖWR-Einsatzstelle in Bodensdorf. Denn seitdem sich aufgrund der Temperaturen eine Eisschicht auf dem Ossiacher See gebildet hat, wagen sich dort immer wieder Leute auf das Eis. Glück im Unglück hatten in den vergangenen Tagen - wie berichtet - ein Eissurfer und ein Eisläufer. Für einige sind diese Zwischenfälle aber dennoch keine Abschreckung. Rednak beobachtete auch in den vergangenen Tagen immer wieder, dass Leute im Bereich Steindorf, in Ossiach oder auch bei St. Andrä auf dem Eis unterwegs waren. Um für Ernstfälle gerüstet zu sein, instruierte Rednak seine Einsatzkräfte, wie man mit der Gefahr des Eises umgehen muss und wie man am ehesten einen eingebrochenen Eisläufer retten kann.
Zusammenarbeit mit Feuerwehr
Verschiedenste Gerätschaften kamen dabei zum Einsatz. "Die Technik hat sich in den vergangenen Jahren massiv verbessert", so Rednak. Neben den erwachsenen Rettungsschwimmern übten im Strandbad Bodensdorf auch die Jugendrettungsschwimmer, wie man beispielsweise Eisschrauben im Eis befestigt. Bereits kommende Woche wird es erneut eine Eisbergeübung auf dem Ossiacher See geben. Dieses Mal mit der örtlichen Feuerwehr. "Es ist heuer das erste Mal, dass wir bei Eiseinsätzen so massiv zusammenarbeiten. Wir haben die technischen Gerätschaften, die Feuerwehr die Leute", sagt Rednak.
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Bild vergrößernEin Trockentauchanzug schützte den "Eingebrochenen" vor dem kalten WasserFoto © ÖWR
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