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Zuletzt aktualisiert: 09.02.2012 um 05:02 UhrKommentare

Zu früh gratuliert: Polizist wurde wieder abserviert

Die Freude war groß, aber leider von kurzer Dauer. Aus einer Versetzung von Wien nach Kärnten wurde letztendlich nichts. Politische Gründe werden dementiert. Schuld sei die Namensgleichheit.

Verwirrspiel um Polizisten bei der Versetzung von Wien ins Heimat-Bundesland Kärnten im Herbst

Foto © APAVerwirrspiel um Polizisten bei der Versetzung von Wien ins Heimat-Bundesland Kärnten im Herbst

Die Freude war groß. Im Oktober erhielt ein junger Kärntner, der als Polizist in Wien arbeitet, ein Glückwunsch-Schreiben des Landeshauptmannes. Darin gratulierte Gerhard Dörfler zur Versetzung nach Kärnten. Er sei unter jenen 19 Polizisten, die von Wien zur Verstärkung der Kärntner Exekutive heimgeschickt würden. Umso größer war die Enttäuschung, als der Polizist kurz darauf erfuhr, dass er vom Innenministerium von der Versetzungsliste wieder gestrichen wurde. Er hatte bereits seine Wohnung gekündigt.

Zum Zug kam ein anderer Kärntner mit gleichem Vor- und Zunamen. Nachdem von einer schwarzen Einfärbung der Exekutive durch das ÖVP-geführte Innenministerium die Rede ist, werden parteipolitische Motive kolportiert. Der Polizist, der sich zu früh gefreut hatte, hat eine familiäre Nähe zur SPÖ. Dem anderen wird ein Nahverhältnis zur ÖVP nachgesagt.

Davon will der schwarze Personalvertreter Robert Berger nichts wissen: "Mit Parteipolitik hatte das nichts zu tun. Das Ministerium geht nach dem Einrückungsdatum vor." Auch habe er persönlich nichts damit zu tun. Ausschlaggebend für die Zuteilung sei die Dauer der Dienstzeit, sagt auch Karl-Heinz Grundböck, Sprecher des Ministeriums. Der nach Kärnten versetzte Polizist habe eine um zehn Jahre längere Dienstzeit.

Für Landespolizeikommandant Wolfgang Rauchegger macht die Sache "kein gutes Bild". Er legt Wert darauf, dass der Fehler nicht in Kärnten passiert ist. Rauchegger hat sich laut Zweitem Landtagspräsidenten Rudolf Schober (SPÖ) bemüht, auch den zweiten Polizisten nach Kärnten zu bekommen. Vergebens. "Der junge Polizist muss ein wenig Geduld haben", sagt Grundböck.

Aus dem Büro von Landeshauptmann Dörfler verlautet, er habe nur die ursprüngliche Liste erhalten. Eine Mitwirkungsmöglichkeit habe er nicht.

ANTONIA GÖSSINGER

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