Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
25. Mai 2012 03:54 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332684 Mitglieder | 23 online

Bezirks- und Gemeindesuche

Einbruch in Sportanlage in Althofen Vier Kindersitze sind sitzen geblieben Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Kärnten Nächster Artikel Einbruch in Sportanlage in Althofen Vier Kindersitze sind sitzen geblieben
Zuletzt aktualisiert: 05.02.2012 um 05:01 UhrKommentare

Die Pfarre bleibt im Dorf

Immer mehr alte Pfarrer, immer weniger Priesterweihen: In der katholischen Kirche Kärnten denkt man dennoch nicht ans Auflösen von Pfarren. Auswege sind gefragt.

Foto © APA

In Kals in Osttirol war es zuletzt Gesprächsthema Nummer eins und der Tiroler Tageszeitung einen großen Bericht wert: Zum ersten Mal überhaupt ist die Pfarre ohne eigenen Pfarrer vor Ort. Der ging mit 81 in Pension.

Immer mehr ältere und alte Priester, wenig Priesterweihen (heuer keine, im nächsten Jahr zwei) und immer mehr Pfarren ohne eigenen Pfarrer vor Ort, das betrifft auch die Diözese Gurk-Klagenfurt. Beispiele sind Oberdrauburg, Latschach/Loe, Reisach, Villach-Heiligenkreuz oder St. Salvator, wobei im Vorjahr keine neuen hinzugekommen sind.

Zudem: Kärnten hat gemessen an der Katholikenzahl das dichteste Pfarrnetz österreichweit. Die Vorgabe von Josef II., jeder Gläubige sollte binnen einer Gehstunde eine Pfarrkirche erreichen, wurde bis in die heutige autoreiche Zeit nicht rückgängig gemacht. Kärnten hat 336 Pfarren, wobei 89 davon, also fast ein Viertel, gleich wie Kals keinen eigenen Priester vor Ort haben. Das bedeutet, dass ein Priester mehrere Pfarren versorgt, im Schnitt sind es zwei, maximal drei, sagt Generalvikar Engelbert Guggenberger. Von den 336 Pfarren haben 202 weniger als 1000 Katholiken, 118 weniger als 500 und 17 sogar weniger als 100 Katholiken. Kirchberg (Klein St. Paul) ist mit 36 Katholiken die kleinste Pfarre.

Letzter Nahversorger

Egal wie groß: Die katholische Kirche in Kärnten hält (gleich wie die evangelische) an jeder Pfarre fest. Jede ist mit einem Grundstock ausgestattet: Kirche plus Pfarrhaus bzw. einem (angemieteten) Raum für Aktivitäten. "In Zeiten, in denen im ländlichen Raum die Post, die Schule, das Kaufhaus längst geschlossen haben, ist es für die Dörfer wichtig, eine Pfarre zu haben. Kirche ist oft der letzte Nahversorger", betont Guggenberger. Und das nicht nur mit den liturgischen Aufgaben, sondern auch mit den gesellschaftspolitischen, wenn Feste zu feiern sind, Konzerte in Kirchen stattfinden, Hilfe praktiziert wird. "Das bleibt auch so, wenn der Priester nicht vor Ort, sondern im Nachbardorf wohnt und die Pfarre mitbetreut", so Guggenberger. Pfarren zu schließen oder zusammenzulegen, diesen Plan gebe es in Kärnten nicht. Jede soll erhalten bleiben, so will es Bischof Alois Schwarz.

Wenngleich der Blick auf die Liste der Priester Herausforderungen für die zukünftige Seelsorge bringt: 255 Priester gibt es (49 davon Ordenspriester), 65 stammen nicht aus Österreich: Der Altersdurchschnitt liegt bereits bei 63,7 Jahren - in Zivilberufen wären diese Männer in Pension! 67 Priester sind 75 Jahre und älter - 40 von ihnen sind noch im Amt. Zu den ältesten Aktiven zählt Servitenpater Eugen M. Ferro in Maria Luggau. "So wie eine Mutter immer Mutter bleibt, bleibt ein Priester immer Priester und leistet bis zum Sterben seelsorgliche Dienste", so Guggenberger. Theoretisch kann ein Pfarrer mit 75 in Pension gehen. Viele bleiben aktiv, haben teils keine eigene Pfarre, helfen aus.

Zwei bis drei Pfarren - ein Pfarrer: Das funktioniert nur, weil 49 Ständige Diakone, rund 70 Pastoralassistenten, 440 Religionslehrer, 3000 Pfarrgemeinderäte und 13.000 ehrenamtlich Tätige samt Hauptamtlichen mit im Boot sind und sich seelsorgliche, wie administrative Tätigkeiten in den Pfarren aufteilen.

Neue Ideen

Die Kirche muss aber auch neue Formen von Pfarrmodellen suchen. Eine Idee, die laut Guggenberger seit Längerem präsent ist: Zwei Pfarrer bewohnen einen Pfarrhof und übernehmen gemeinsam einen größeren Bereich. Das funktioniere im städtischen Bereich. Sobald Fahrtstrecken für Tauf- oder Trauergespräch zu groß sind, ist das Modell nicht mehr umsetzbar.

Drei Gottesdienste und eine Taufe an einem Sonntag: Auf ein sensibles Thema reagiert der Generalvikar sensibel: "Unsere diözesane Dienstordnung ist human. Ich lasse mir nicht einreden, dass Priester ins Burn-out getrieben werden. Jeder muss sich eine humane Lebenskultur aneignen. Dazu gehören Grenzen des Einsatzes und das Sorgen für Erholung."

ANDREA BERGMANN

KLEINE.tv

Hypo-III-Prozess: Haftstrafen für alle Angeklagten

Im Hypo-III-Prozess sprach Richterin Sabine Roßmann die Urteile. Die ang...Bewertet mit 5 Sternen

Luchsbabys

KLZ/Hatz

Wie sollen diese drei Luchsbabys im Wildpark Assling heißen? Stimmen Sie online ab! Bis Freitag, 25. Mai, 12 Uhr.

 


Fit in den Sommer

AP (Symbolbild)

In einer 15-teiligen Video-Serie zeigen wir Ihnen, wie Sie ganz einfach fit für die heiße Jahreszeit werden. Pro Woche finden Sie hier zwei Videos, in denen Sie die neuesten Fitness-Trends, einfache Übungen für Zuhause oder im Büro, aber auch Ernährungstipps finden.

Mehr Region in Bild und Ton

Zusätzlich zum Video-Team und den Multimedia-Fotografen der Online-Redaktion schwärmen jetzt auch die Printredakteure der Regionalbüros Oberkärnten und Osttirol verstärkt aus. Sie liefern Ihnen noch mehr Videos, O-Töne und Fotos aus den Bezirken Spittal, Hermagor und Lienz!

Villachs beste Ausblicke gesucht!

Franz Schachinger

Ihr Tipp ist gefragt! Ein Foto Ihres persönlichen Lieblings-Aussichtsplatzes der Stadt Villach schießen und an die Kleine Zeitung schicken.

 

Neuer Blog: Alpe-Adria-Trail

Der Kärntner Martin Marktl wird den neuen "Alpe-Adria-Trail" , der vom Großglockner nach Triest führt, erwandern und exklusiv für die Kleine Zeitung bloggen.

 

"Köstliches Kärnten Genussreise"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Kommen Sie mit auf die Ganzjahresreise der Kleinen Zeitung durch das köstliche Kärnten. Sie beginnt mit den Mostbarkeiten und endet mit dem Käsefest. Hier finden sie alle kulinarischen Termine.

 

Was wurde aus...?

Früher bekannte Sportler, TV-Moderatoren oder Politiker, doch was wurde aus Ken Strong, Max Schautzer oder Karin Gastinger? In der neuen Serien "Was wurde aus...?" gehen wir der Sache auf den Grund.

Alle Bezirke im Überblick

 

Bilder aus Kärnten

Kunsthandwerksmarkt in Klagenfurt 

Kunsthandwerksmarkt in Klagenfurt

 

Kärntner des Tages

Stefan Kühr: Gastgeber der Gesangselite
Kennen Sie auch jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!

Newsletter bestellen

Neues auf unseren Seiten, Nachrichten und Events per E-Mail!

 

Babys aus Kärnten

Hochzeiten / Jubiläen

Leserfotos aus Kärnten

Treten Sie mit uns in Kontakt!

 
 
Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
 

Wallpaper

 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller Bezirke in Kärnten.

Verkehrsmeldungen

Foto: ÖAMTC
 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang