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Ob heiß oder kalt: Wir schaffen das!
Die Kältewelle betrifft besonders Menschen, die im Freien arbeiten. Doch Kärnten hat auch jetzt noch sehr heiße Arbeitsplätze zu bieten. Fünf fleißige Arbeitsbienen im Porträt.

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Samstag soll die aktuelle Kältewelle ihren Höhepunkt erreichen - und dieses Thema lässt kaum jemanden kalt. Besonders diejenigen, die gezwungen sind, sich trotz der Kälte im Freien aufhalten zu müssen, sind derzeit nicht zu beneiden.
Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, Arbeitnehmern, die im Freien arbeiten müssen, zweckmäßige Kleidung zur Verfügung zu stellen und für Aufwärmmöglichkeiten zu sorgen. Für Tätigkeiten im Freien gibt es keine Temperaturuntergrenze, informiert die Arbeiterkammer. In Büros darf es nicht weniger als 19 Grad haben, in Hallen müssen mindestens 12 Grad herrschen.
Was für verschiedenartige Arbeitsplätze es in Kärnten gibt, zeigt ein heiß-kalter Überblick.
Dieser Postler ist kein "Frostler"
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Alexander PhilippFoto ©
Noch bis Mitte Dezember war Alexander Philipp mit einem kurzen T-Shirt unterwegs. Der Postler, der in der Klagenfurter Kreuzbergl-Gegend auf dem Fahrrad seine Runden dreht, ist unter seinen Kollegen bekannt für seine erstaunliche Widerstandsfähigkeit gegenüber der Kälte. Aber sogar die geht bei den aktuellen Temperaturen den (zugefrorenen) Bach hinunter - zumindest so weit jedenfalls, dass Philipp jetzt eine Sommerjacke über sein T-Shirt anzieht. "Mit mehr würde ich schwitzen", sagt Philipp. Der 47-Jährige ist deshalb auch jetzt und sogar, wenn es schneit, ohne Haube unterwegs; Handschuhe zieht er nur "zeitweise" an.
Das Radfahren und seine Lebensweise haben den ehemaligen Tormann der Austria Klagenfurt und des FC Kärnten abgehärtet: "Ich war noch nie krank."
Eine heiße Aufgabe am heißen Ofen
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Hermann PasserniggFoto ©
Während ganz Kärnten zittert, werkt Hermann Passernigg an einem der heißesten Arbeitsplätze in unserem Bundesland, und zwar im Zementwerk der Firma Wietersdorfer und Peggauer in Klein St. Paul. Er ist im Umfeld des Brennofens tätig, in dem es 500 bis 600 Grad Celsius heiß ist. Doch auch in der Nähe des Ofens kommt man gehörig ins Schwitzen, denn dort hat es gute 150 Grad. Deshalb kann sich Passernigg dem Ofen auch nur in Schutzkleidung nähern, wenn der einmal verstopft ist.
Marktleben im "Schichten"-Betrieb
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Juvita MelanschegFoto ©
Zwei dicke Jacken, ein Pullover, eine Weste und darunter ein T-Shirt - so gerüstet, hält es Juvita Melanscheg an ihrem Stand auf dem Klagenfurter Benediktinerplatz aus. "Es ist irrsinnig kalt", klagt die 53-Jährige, die sich aber sicher ist, die Kältewelle zu überstehen. "Es war schon einmal schlimmer, da hatte es minus 20 Grad, da konnte ich nicht mal mehr sprechen." Ihre Honigprodukte verkaufte sie damals aber trotzdem, wie auch im derzeitigen Frost. "Kälte gehört zum Standlerleben einfach dazu."
Pullis an bis zum Geht-nicht-mehr
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Isabell GraderFoto ©
Isabell Grader kann sich derzeit gar nicht warm genug anziehen. Die 19-Jährige ist Kärntens erste Seilbahntechnikerin und versieht gerade ihren Dienst bei den Großglockner Bergbahnen in Heiligenblut. Wenn sie um 8 Uhr in knapp 2500 Meter Höhe ihren Dienst beginnt, brausen ihr eiskalte Windböen um die Ohren. Deshalb hat sie sich auch "eingepackt wie ein Eskimo. Ich ziehe Pullis an bis zum Geht-nicht-mehr". So hält sie die Temperaturen auch aus, wenn sie auf Seilbahnstützen herumturnt.
Ein Arbeitsplatz für Sommertypen
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Doris OttFoto ©
Doris Ott bezeichnet sich selbst als "Sommertyp" und hat derzeit wirklich Glück mit ihrem Arbeitsplatz: Sie ist in der Bügelei der Villacher Wäscherei Masser beschäftigt. Dort kann es nach einer Wäsche durchaus bis zu 50 Grad Lufttemperatur haben, Ott hat sich aber längst daran gewöhnt: "Wenn jemand neu in die Firma kommt, ist es ihm am Anfang zu heiß hier", sagt Ott. Weil sie als "Sommertyp" mit Wintersportarten nichts anfangen kann, wünscht sie sich, "dass es bald wieder wärmer wird".


















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