Bezirks- und Gemeindesuche
Kärntner unter Lawine begraben: Zustand ernst
Ein junger Mallnitzer ist am Freitag am Mölltaler Gletscher, als er mit einem Freund abseits der Pisten abfuhr, von einer Lawine erfasst und unter dieser begraben worden. Der Patient konnte geborgen und reanimiert werden, sein Zustand ist ernst.

Foto © Polizei
Ein 16 Jahre alter Mallnitzer und sein Freund fuhren Freitagnachmittag eine Rinne außerhalb des freigegebenen Schigeländes am Mölltaler Gletscher ab. Gegen 14.30 Uhr löste der 16-Jährige ein Schneebrett aus, das mehr als 40 Meter breit und 1,50 Meter hoch war. Die Schneemassen rissen ihn rund 70 Meter weit mit, dann verschwand er unter der Lawine. Sein Freund, der hinter ihm gefahren war, konnte den Mitarbeitern des Pistenrettungsdienstes der Gletscherbahnen ziemlich genau die Stelle angeben, an der der Verunglückte liegen musste.
Die Retter machten sich sofort daran, den Burschen auszugraben. Eine halbe Stunde, nachdem er verschüttet worden war, legten sie ihn in eineinhalb bis zwei Meter Tiefe frei.
Da war bereits Rettungshubschrauber Christophorus 7 aus Lienz im Anflug. "Wir haben die Lage von oben aus inspiziert", berichtet Notarzt Helmut Latscher. "Dann wurden wir zur Unfallstelle abgeseilt."
Der Mallnitzer hatte eine Körpertemperatur von 28,6 Grad und zeigte keinerlei Lebenszeichen mehr.
"Wir haben sofort mit der Wiederbelebung begonnen", so Latscher. Nach zehn Minuten Herzdruckmassage und Beatmungshilfe kamen Herzrhythmus und Anzeichen von Atmung zurück. "Als er stabil war, haben wir ihn im Bergesack zur Zwischenstation geflogen und gleichzeitig weiter beatmet." Der Herzschlag des Burschen wurde stabiler, er begann, selbst zu atmen. "Dann haben wir ihn in das Krankenhaus Lienz gebracht."
Dort betrug seine Temperatur schon 30 Grad und es ging ihm "den Umständen entsprechend gut", so Latscher. Eine Prognose will er trotzdem nicht abgeben: "Es können immer noch Komplikationen auftreten oder Organe versagen. Medizinisch ist alles möglich."
Rettungspilot Klaus Rainer: "Das war knapp. 10 Minuten später hätte der Bursche nicht mehr die geringste Überlebenschance gehabt."


















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