Bezirks- und Gemeindesuche
"Immer mehr Schäden an Natur und Mensch"

Foto © KKJosef Neuschitzer leitet die Selbsthilfegruppe gegen Elektrosmog
Sie fordern in der Resolution zu Elektrosmog und Elektrosensibilität ein weitläufiges Handyverbot. Glauben Sie, dass so etwas in der breiten Bevölkerung gut ankommt?
JOSEF NEUSCHITZER: Solche Verbote sind nichts Neues, in Krankenhäusern etwa sind sie ohnehin schon gang und gäbe. Natürlich klingt so ein Verbot jetzt unrealistisch. Aber ich bin überzeugt, dass in absehbarer Zeit die Schäden an der Natur und an der Gesundheit dramatisch zunehmen werden. Dann wird es zu einem Umdenken kommen.
Wird es dann auch mobilfunkfreie Bezirke und Täler geben, so wie es ihre Gruppe fordert?
NEUSCHITZER: In Deutschland wird das schon lange gefordert. Ich habe bereits mit interessierten Bürgermeistern in Kärnten gesprochen. Mir ist klar, dass die Realisierung schwierig wird, aber im Grunde geht es mir vor allem darum, die Diskussion um den Mobilfunk wieder in Schwung zu bringen.
Erwarten Sie sich große Unterstützung?
NEUSCHITZER: Viele Menschen wissen gar nicht, dass ihre Beschwerden, dass ihr Unwohlsein zu einem großen Teil auf den Mobilfunk zurückzuführen ist. Zuerst müssen wir Informieren und einen kritischen Umgang mit der Technik propagieren. Wir wollen keine Angst machen.
Wenn schon kein Handyverbot, was sollte sich ändern?
NEUSCHITZER: Wir möchten mit unseren Aktivitäten das Telekom-Gesetz zu Fall bringen, dass den Mobilfunkern zu viele Freiheiten im Betrieb lässt. Aber die Politik ist an dem Thema nicht interessiert.


















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