Bezirks- und Gemeindesuche
Konsensgruppe kann Modell für die EU sein
Breites Echo bei Buchpräsentation in Brüssel. Slowene Vajgl überraschte.

Foto © FritzGroßes Interesse für Buchautor Josef Feldner (3. v. l.)
Mit diesem großen Interesse und der vollen Breite an Wertschätzung wie Lob hatten nicht einmal Optimisten gerechnet: Als Autor Josef Feldner und die weiteren Mitglieder der Kärntner Konsensgruppe Stefan Karner, Marjan Sturm und Bernard Sadovnik (Heinz Stritzl war verhindert) Mittwoch im EU-Parlament in Brüssel das Buch über den "Kärntner Ortstafelstreit" und ihre Konsensarbeit präsentierten, waren neben Journalisten EU-Abgeordnete aller Fraktionen dabei. Neben Initiator Andreas Mölzer (FP) agierten die zwei weiteren Kärntner Mandatare Elisabeth Köstinger und Hubert Pirker (ÖVP) wie der Steirer Jörg Leichtfried (SP) als Einlader und interessierte Zuhörer. Die Grünen-Abgeordnete Ulrike Lunacek, so war zu hören, wäre auch gerne im Kreis der Einlader gewesen. Othmar Karas, (VP), Franz Obermayr (FP) aber auch die beiden slowenischen Abgeordneten Romana Jordan Cizelj und Ivo Vajgl waren dabei. Spontan stießen die Kärntner Landesräte Josef Martinz (VP) und Beate Prettner (SP) während ihrer Termine im EU-Parlament zur Konsensgruppe.
Was mehrfach aus den Statements und Lobesworten herauszuhören war und ein Zukunftsschritt für die Konsensgruppe sein könnte: "Diese Arbeit zur Schlichtung historischer europäischer Konflikte hat Modellcharakter für Europa", meinte nicht nur Mölzer.
F ür positive Überraschung sorgte Ivo Vajgl, er war Botschafter Sloweniens in Wien, später Außenminister. Noch im April polterte der EU-Abgeordnete wegen "Albtraumverhandlungen" in der Ortstafelfrage und Druck auf die Volksgruppe, drohte mit Einschaltung der EU. Mittwoch sprach er der Konsensgruppe, "die viel aushalten musste, auch ich war nicht immer freundlich", Lob und Dank für die "gute Arbeit" aus. Die Ortstafellösung hält er für "nicht optimal, aber vernünftig und akzeptabel". Als Ex-Staatssekretär sei er Initiator des slowenisch-österreichischen Kulturabkommens gewesen, weil "wertvolles kulturelles Erbe erhalten bleiben muss", sagte er auch mit Blick auf die Altösterreicher. Die müssten Teil des Projektes Europäische Kulturhauptstadt Marburg 2012 sein. Bei der Ausnützung des Kulturabkommens sei noch "einiges machbar".



















