Bezirks- und Gemeindesuche
Schule als "ganzjährige Bildungs- und Betreuungseinrichtung"
Geht es nach der FPK soll es in Kärnten im Pflichtschulbereich künftig eine ganzjährige schulische Betreuung geben. Dazu müssten Lehrer künftig auch im Sommer - zumindest zeitweise - arbeiten.

Foto © APA
Kärnten will sich künftig österreichweit als Musterland in Sachen Bildung profilieren. Das hat Landeshauptmann Gerhard Dörfler nach der Klubklausur der Freiheitlichen in Bad Kleinkirchheim verkündet. Auf dem Weg dorthin will man die Schule zu einer "ganzjährigen Bildungs- und Betreuungseinrichtung" machen. Als Schulreferent will Uwe Scheuch dafür die Lehrer stärker in die Pflicht nehmen. Die Pädagogen sollen künftig mehr Zeit an ihren Schulen verbringen. Das ist allerdings ohne Änderung des Dienstrechtes nicht möglich. Deshalb will Scheuch Junglehrer in die Pflicht nehmen: "Derzeit warten rund 1000 Lehrer in Kärnten auf eine Anstellung. Bei einer Neuaufnahme könnten wir den Kandidaten verpflichten, an seiner Schule auch die Nachmittags-Betreuung zu übernehmen."
Dörfler will im "Familienland Kärnten" die Kinderbetreuung optimieren. Das gilt im besonderen für die Sommermonate: "Wir werden dafür sorgen, dass es auch während der Ferien flächendeckende Kinderbetreuung gibt." Auch wenn sich in kleinen Gemeinden der Bedarf auf "zwei oder drei Kinder" beschränkt, soll es Betreuungsmöglichkeit geben: "Dort werden Tagesmütter eingesetzt, deren Kosten sich Land und Gemeinde im Verhältnis zwei zu eins teilen." Laut Finanzlandesrat Harald Dobernig sind die Kosten für diese Maßnahmen im Budgetentwurf für das Jahr 2012 bereits gedeckt.
Ab November neu eingeführt wird der Gutschein für die Pflege daheim. Soziallandesrat Christian Ragger: "Das entspricht dem Luxemburger Modell. 1000 Euro erhält die Familie des Pflegebedürftigen, weitere 1000 Euro müssen für professionelle Pflege aufgewendet werden." Für den Probelauf wurden 200 Familien ausgewählt.


















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