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Richard Koscher ist in vielen Medien zu Hause
Der 36-jährige gebürtige Klagenfurter Richard Koscher lebt als Mediendesigner in den USA. Er hat fast alle amerikanischen Magazin-Design-Awards gewonnen, für George Lucas gearbeitet und nun ein Kinderbuch geschrieben.

Foto © KLZ/WeichselbraunDer Magazin-Designer Richard Koscher (36), derzeit auf Heimaturlaub in Kärnten
Sein erstes Fotoshooting mit George Lucas hat Richard Koscher als völlig "irreal" in Erinnerung: "Ich war ein großer Star-Wars-Fan und dann stehe ich da vor der Skywalker Ranch und George Lucas kommt die Stufen herunter, um mit mir fotografiert zu werden - das war schon ein unglaublicher Moment", erinnert sich der 36-Jährige an das Jahr 2007. Der gebürtige Klagenfurter war gerade seit drei Tagen Art Director des "Edutopia Magazins", das die George Lucas Educational Foundation zur Unterstützung von Lehrkräften herausgab. Sitz der Firma: Die Skywalker Ranch in der Nähe von Nicasio (Kalifornien), wo sich ein überwiegender Teil von George Lucas' Filmproduktion befindet.
Zwei Jahre lang hat Richard Koscher für das Magazin gearbeitet, bis 2009 die Print-Version eingestellt wurde. Sehr zum Bedauern von Koscher, dem seine Arbeit immerhin den renommierten "Webby Award", einen der wichtigsten Preise im Online-Bereich, eingebracht hat. Auch der "WPA Maggie Award" ging zwei Mal an Koscher. Für sein selbst gegründetes Magazin "110" gab es mehrfach den "American Graphic Design Award". Aktuell ist der zweifache Vater Art Director des Maximum PC Magazine.
Einen Großteil seiner Freizeit widmet der Skysurfer, der es vor einem Jahrzehnt in dieser Sportart auf Platz 15 der Weltrangliste brachte, dem Film. Den Anstoß dafür gab im Grunde wieder George Lucas: "Ich war sehr enttäuscht vom vierten Teil der Indiana-Jones-Reihe und habe mir gedacht: Das muss besser gehen." Also hat er sich in San Francisco in die Filmschule eingeschrieben. Mittlerweile sind einige Drehbücher entstanden, darunter eine Krimiserie, die am Wörthersee spielt. Denn: "Ich vermisse Kärnten." Aber da seine Kinder in den USA verwurzelt sind, ist eine Rückkehr (derzeit) keine Option.
Kinderbuch
Also schreibt er sich ein Stückerl Heimat herbei - unter anderem in seinem ersten Kinderbuch "Gerda and Kai". Das beruht zwar auf Hans Christian Andersens Märchen "Die Schneekönigin", aber der Lindwurm hat darin auch Platz gefunden. Das Kinderbuch mit Illustrationen einer ukrainischen Grafikerin gibt es bisher in englischer Sprache. Für die deutsche Übersetzung sollte bald ein Verlag gefunden sein.
Features
Zur Person
Richard Koscher, geb. 1975 in Klagenfurt. Magazin-Designer in Wien ("Format", "News") und seit 2000 den USA (u. a. "Edutopia Magazin", "Maximum PC Magazin"). Lebt in San Francisco
Design-Preise, darunter "New York Ozzie Award", "American Graphic Design Award", "Webby Award", "Maggie Award"
Kinderbuch "Gerda and Kai" (englisch), Infos/Bestellen: www.gerdaandkai.com


















