Bezirks- und Gemeindesuche
Kärntner Biene ist sehr robust
Das Bienensterben der vergangenen Jahre in den USA verfolgen die heimischen Imker wachsam. Die Carnica-Biene hat sich den Kärntner Witterungseinflüssen angepasst und gedeiht prächtig. Warnung vor Vermischung mit anderen Arten.

Foto © Landesverband für BienenzuchtWorld Save Bee Fund-Präsident Rail Khismatullin lässt sich von Imkermeister Thomas Schaar (von rechts) die Besonderheiten der Carnica erklären
Das mysteriöse Bienensterben der vergangenen Jahre in den USA, wir berichteten, verfolgen die heimischen Imker wachsam. Doch Arno Kronhofer, Obmann des Bienenzuchtvereins Hermagor, kann teilweise entwarnen: "Solch einen 'Völkerkollaps' wie dort, gibt es bei uns nicht. Die Bienenzucht in Amerika ist mit unserer nicht vergleichbar. Dort werden Bienen wie am Fließband gezüchtet."
Außerdem sei die Kärntner Biene, die Carnica, viel zu robust. "Sie hat sich perfekt an unsere Witterungsverhältnisse angepasst", sagt Kronhofer. Im Winter sterben die Bienen eines Stockes bis auf ein paar Tausende. Die Zurückgebliebenen schaffen es dann innerhalb kürzester Zeit im Frühjahr, sich zu vermehren und auszuschwärmen. Ein Grund, warum sich Agrarlandesrat Josef Martinz für ein Kärntner Reinzuchtgebiet der Carnica einsetzt und vor der Vermischung mit anderen Rassen warnt. 500.000 Euro hat das Land in die Modernisierung der Imkerschule investiert. "Zudem unterstützen wir ein Projekt der Ages, das Bienenkrankheiten und ihre Ursachen untersucht", sagt Martinz. Denn der größte Feind der Carnica ist nach wie vor die Varroa-Milbe.
Derzeit gibt es in Kärnten an die 36.000 Bienenvölker und rund 2700 Imker. Allerdings ist nur jeder 20. Imker jünger als 30. "Leider haben wir ein sehr verstaubtes Image", sagt Kronhofer. "Dem können wir nur mit Öffentlichkeitsarbeit entgegenwirken." In seinem Verein zeigt das Wirkung: Es gibt zehn neue Jungmitglieder und der Frauenanteil wurde von null auf 20 Prozent angehoben.


















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