Bezirks- und Gemeindesuche
Mädchen mit Mut für Neues
Warum immer Friseurin oder Verkäuferin? Beim Girls' Day konnten sich junge Frauen nach gut bezahlten Alternativen umsehen: offene Türen bei Polizei und Bundesheer.

Foto © Willi ZoreHauptmann Markus Witschnigg versuchte Julia Schneeweiss (l.) und Julia Müller für seinen Beruf zu begeistern
Nix da mit Friseurin, Verkäuferin oder Sekretärin: Der internationale Girls' Day stand am Donnerstag ganz im Zeichen der atypischen Frauenberufe wie Polizistin, Soldatin, Kfz-Mechanikerin, Informatikerin und, und, und.
Denn nach wie vor entscheiden sich 48 Prozent der Berufsanfängerinnen für einen der drei typischen Lehrberufe. Damit soll endlich Schluss sein. Doch so einfach scheint es nicht zu sein: Werden doch seit zehn Jahren jährlich tausende Mädchen auf alternative Jobs hingewiesen. "Mädchen müssen noch stärker informiert werden", sagt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. "Eine andere Berufswahl entscheidet auch über die Lohnschere." In Frauenberufen riskieren weibliche Jugendliche schon im ersten Lehrjahr 150 Euro weniger zu verdienen als ihre männlichen Altersgenossen. "Wir können gar nicht früh genug damit beginnen, Mädchen ihre Talente bewusst und sie mit Berufen jenseits von Geschlechterstereotypen vertraut zu machen", sagt auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Deshalb standen den Mädels am Donnerstag in Wien Türen und Tore in den Bundesministerien offen.
Soldatin oder Polizistin
Auch in Kärnten konnten sich die jungen Frauen als Soldatinnen oder Polizistinnen versuchen. Der Soldatenalltag vom Bettenbau über Kampfanzug anprobieren, großen Trossrucksack mit Ausrüstung befüllen und tragen, und den Kampfpanzer "Dingo" besuchen stand für 35 Mädchen in der Lutschounig-Kaserne in Villach auf dem Programm. Im Landespolizeikommando in Klagenfurt erkundeten Mädchen den Schießkeller, sahen den Kriminalpolizisten über die Schulter und hatten mit der schusssicheren Weste schwer zu tragen. Übrigens: 2500 Jobs hat das Bundesheer heuer zu vergeben - und Mädels sind erwünscht. Genauso wie bei der Polizei.
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Bild vergrößernBeruf Polizistin? Nina Weratschnig (l.) und Chiara Sarao überlegen nochFoto © KLZ/Traussnig


















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